Protein aus Insekten: Die Zukunft der Sportnahrung

    30. August 2017, 13:36
    25 Postings

    Sportmediziner entwickelten einen Fitnessriegel mit qualitativ hochwertigem Protein aus Grillen

    Köln – Auf der Welt leben mehr als 7,5 Milliarden Menschen. Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung schätzungsweise auf über 9 Milliarden Menschen ansteigen. Die Folgen: Um alle Menschen mit hochwertigem Protein versorgen zu können, müsste die aktuelle Fleischproduktion verdoppelt werden. Bereits jetzt macht Viehhaltung im weltweiten Durchschnitt etwa ein Drittel des menschlichen Proteinkonsums aus, in den entwickelten Ländern beträgt dieser Anteil sogar 50 Prozent.

    Das Problem: Viehhaltung verbraucht enorme Mengen an Futter, Wasser und Land. Etwa 70 Prozent der weltweiten Agrarfläche dient der Viehzucht. Große Hoffnungen werden deshalb im Verzehr von Insekten gesetzt. An der Deutschen Sporthochschule Köln wurde nun eine Sportnahrung entwickelt, die Protein aus Insekten enthält.

    Grilliger Riegel ab jetzt erhältlich

    Die Hauptzutat: Grillen, die zu etwa 70 Prozent aus Protein bestehen und alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten. Auch der Anteil an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) ist relativ hoch. Zudem enthalten die Tiere wichtige Mikronährstoffe, wie Vitamin B12 und Eisen.

    Im Vergleich zu Rindern benötigen Grillen nur etwa acht Prozent des Futters, zwei Prozent des Wassers und produzieren weniger als ein Prozent der Treibhausgase, wie die Kölner Sportmediziner betonen. Der nun entwickelte Fitnessriegel besteht aus getrocknete Datteln und gemahlene Grillen. Der Markttest läuft ab dem 30. August 2017 über eine Crowdfunding-Kampagne. Hier können mutige Sportler die Riegel in den drei Geschmacksrichtungen Red Berries, Chia Hazelnut, Raw Cacao bestellen. (red, 30.8.2017)

    • Die Grillen für den Sportriegel stammen aus Thailand. Timo Bäcker und Christopher Zeppenfeld hatten die Idee dazu.
      foto: tim hartmann

      Die Grillen für den Sportriegel stammen aus Thailand. Timo Bäcker und Christopher Zeppenfeld hatten die Idee dazu.

    Share if you care.