Und so sah die Sonnenfinsternis vom Mond aus

30. August 2017, 10:51
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Der Lunar Reconnaissance Orbiter wurde kurzfristig auf die Eklipse ausgerichtet

foto: nasa/goddard/arizona state university
Dunkelheit liegt über dem Südosten der USA (obere Bildhälfte Zentrum).

Greenbelt – Die totale Sonnenfinsternis, die am 21. August über Nordamerika hinwegzog, war vermutlich die am meisten studierte und berichterstattete Eklipse der Geschichte. Es wurde praktisch alles dazu gesagt, was dazu gesagt werden kann, und jedes denkbare Bild in Umlauf gebracht ... fast.

Einen Nachtrag mit einer ungewöhnlichen Perspektive liefert nun das Goddard Space Flight Center der NASA: die Sonnenfinsternis vom Mond aus betrachtet. Die Aufnahme stammt vom Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der US-Weltraumbehörde, der seit 2009 den Mond umkreist, um dessen Oberfläche mit hochauflösenden Aufnahmen zu kartieren. Als der LRO während der Eklipse den Südpol des Mondes überquerte, wurde er um 180 Grad gedreht, um den Mondschatten abzubilden, der mit 2.400 km/h über das Land zog.

Dafür wurde die Narrow Angle Camera des Orbiters verwendet, die hochauflösende Bilder machen kann – wenn auch leider nur in Schwarz-Weiß. Diese Bilder entstehen Zeile für Zeile, bei über 52.000 Zeilen dauerte die Aufnahme insgesamt 18 Sekunden. (red, 30. 8. 2017)

foto: ap/bill ingalls/nasa
Und noch eine ungewöhnliche Perspektive auf die Eklipse: Während sich der Mond vor die Sonne schiebt, ist die Weltraumstation ISS zu sehen. Die Aufnahme wurde in Ross Lake im US-Bundesstaat Washington gemacht.
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