Straka: "Stadthalle nicht mehr zeitgemäß"

    30. August 2017, 10:36
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    Chef der Erste Bank Open hofft auf multifunktionelle Halle für Wien

    New York/Wien – Für ihn gehört ein Besuch bei den US Open zum Standardprogramm. Einerseits als Turnierdirektor des Erste Bank Open in Wien, andererseits als Mitglied im ATP-Tour-Board. Herwig Straka stellt in New York auch einige Weichen für sein Turnier im Oktober und führt hinsichtlich 2018 schon jetzt Gespräche.

    Die Verletzungsserie unter vielen Topstars hat natürlich auch Straka einige Optionen genommen. Kei Nishikori, der für Wien schon avisiert war, hat seine Saison beendet und auch der auf dem Wunschzettel stehende, derzeit verletzte Andy Murray könnte erst 2018 auf die Tour zurückkehren.

    "Wir haben trotzdem ein sehr gutes Feld. Man muss auch schauen, wie die Top Ten zum Zeitpunkt des Turniers aussehen werden", sagte Straka. Stan Wawrinka und Nishikori drohen aus den Top Ten zu fallen, von hinten drängen mehrere Spieler nach.

    Fix für Wien sind neben Dominic Thiem Deutschlands neuer Star Alexander Zverev, Milos Raonic, Tomas Berdych und Jo-Wilfried Tsonga. "Wir werden wahrscheinlich wieder drei, vier, vielleicht sogar fünf Top-Ten-Spieler haben", prophezeit Straka. Auch Jungstars wie Karen Chatschanow, Borna Coric kommen, der rasante Aufsteiger Denis Shapovalov ist auch ein Thema.

    Erfreulich ist für die Wiener Veranstalter auch, dass drei Sponsoren entweder ihr Engagement verstärkt haben bzw. neu dazugekommen sind. Interwetten, Sky und die auch bei den US Open stark engagierte Kaffee-Firma Lavazza sind mit von der Partie. Ein oder zwei internationale Geldgeber wünscht sich Straka bis 2018 noch.

    Von den drei Wildcards ist vorerst nur eine für einen Österreicher reserviert, auf den Namen will sich der Turnierboss aber erst später festlegen. Eventuell gibt es auch eine zweite "Freikarte" für einen Lokalmatador, das hänge aber von verschiedenen Faktoren ab.

    Neue Heimat

    Die Zukunft des Erste Bank Open sieht der Turnierdirektor nicht für immer in der Stadthalle, sondern in einer neuen, multifunktionellen Halle. "Fakt ist, dass Wien eine moderne, multifunktionelle Halle braucht, weil sonst Konzerte und andere Veranstaltungen abwandern werden", glaubt Straka. Er habe auch schon zwei mögliche Investoren an der Angel, einen internationalen und einen nationalen. "Aber das ist eine Entscheidung der Stadt Wien." Die 1958 eröffnete und unter Denkmalschutz stehende Stadthalle verfüge etwa über keine Klimaanlage und sei einfach nicht mehr zeitgemäß.

    In einer modernen Halle brauche man, so Straka, gar nicht mehr so viel öffentliche Unterstützung. "Es geht eher darum, dass rundherum alles passt – also Erreichbarkeit, U-Bahn und Parkplätze." (APA – 30.8. 2017)

    • 2006 erhielt die Stadthalle Zuwachs, der Kern der Anlage stammt aus den 1950er Jahren.
      foto: apa/hochmuth

      2006 erhielt die Stadthalle Zuwachs, der Kern der Anlage stammt aus den 1950er Jahren.

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