Deutscher Polizist soll Mordanschläge auf Linke geplant haben

    28. August 2017, 13:27
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    Die deutsche Bundesanwaltschaft ordnet Durchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern an

    Berlin – Die deutsche Bundesanwaltschaft ermittelt gegen zwei mutmaßliche Rechtsextremisten, die Mordanschläge auf Personen des linken Spektrums geplant haben sollen. Laut dem Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern ist einer der Beschuldigten ein Polizist.

    Die Verdächtigen hätten vorgehabt, im Fall einer von der Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik ausgelösten Krise Menschen aus dem linken Spektrum gefangen zu nehmen und zu töten, gab die Bundesanwaltschaft am Montag bekannt. Sie hätten sich dafür bereits mit Lebensmitteln und Munition eingedeckt, Waffen besäßen sie schon legal.

    In Chatgruppen ausgetauscht

    Die beiden Männer aus Mecklenburg-Vorpommern führten laut Bundesanwaltschaft eine Todesliste mit Namen und weiteren Angaben zur Person. Am Montag wurden demnach die Wohnungen sowie Arbeits- und Geschäftsräume der beiden durchsucht. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

    Die Verdächtigen sollen sich über Chatgruppen mit weiteren Personen ausgetauscht haben, wobei es vor allem um die Flüchtlingspolitik ging. Die Teilnehmer sollen durch Flüchtlinge und Zuwanderer eine Verelendung bis hin zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung erwartet haben. Weitere Angaben machte die Bundesanwaltschaft nicht.

    Innenministerium spricht von Anfangsverdacht

    Bei einem der Verdächtigen handelt es sich laut Mecklenburg-Vorpommerns Innenministerium um einen Polizeibeamten, der bei der Polizeiinspektion in der Kleinstadt Ludwigslust arbeite. Derzeit bestehe aber nur ein Anfangsverdacht, kein dringender Tatverdacht. Gegen den Mann seien am Montag disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. Zudem habe es Durchsuchungen bei einem weiteren Polizeibeamten gegeben, der aber nicht als tatverdächtig gelte. (Reuters, 28.82017)

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