Von Abschiebung bedrohte Afghanen besetzen den Votivpark

25. August 2017, 18:54
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Die Polizei sieht derzeit keinen Räumungsgrund, da es offiziell eine angemeldete Kundgebung ist

Wien – Rund 100 Afghanen und Unterstützer haben sich mit Schildern und Bannern im Wiener Votivpark niedergesetzt, um gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu protestieren.

Die Besetzung soll bis Montag 20 Uhr andauern. Die Polizei sieht derzeit keinen Räumungsgrund, da es offiziell eine angemeldete Kundgebung ist. Campieren mit Zelten ist zwar nicht erlaubt, trotzdem wollen die rund 100 Demonstranten im Park auf Decken übernachten. Die Aktion ist Teil eines europaweiten Protests gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Auch in Schweden wollen Afghanen auf der Straße schlafen.

Die "Besetzung" im Votivpark werde so lange verlängert, bis jemand von der Regierung in Verhandlung mit den Afghanen und ihren Unterstützern tritt, sagt Organisator Javid Rahimi, der am Sonntag bis zu 1.000 Menschen erwartet. (mvu, 25.8.2017)

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    foto: mvu
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