ORF-"Am Schauplatz": FPÖ erstattet Anzeige wegen Verhetzung

    25. August 2017, 15:06
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    Protagonist soll die Todesstrafe für Frauen gut geheißen haben, meint FPÖ-Stadtrat Toni Mahdalik

    Wien – Für einen Protagonisten aus der ORF-Reportage "Am Schauplatz" könnte die Sendung ein Nachspiel haben. Der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Stadtrat Toni Mahdalik bringt gegen ihn eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Verhetzung ein, teilte er am Freitag in einer Aussendung mit. Spätestens am Montag werde Anzeige erstattet, sagt er zum STANDARD. "

    In "Am Schauplatz: Martin betet jetzt zu Allah" wird ein Wiener porträtiert, der vor elf Jahren zum Islam konvertierte. ORF-Redakteurin Julia Kovarik fragt ihn und seinen Freund Hassan, wie sie zur Scharia stehen (Minute 18). Laut Teletest sahen die Sendung am Donnerstag um 21.05 Uhr in ORF 2 437.000 Leute.

    Martin habe "die Todesstrafe für Frauen – durch die bestialische Form der Steinigung – gut geheißen", so Mahdalik: "Solch verrohte Ansichten aus dem tiefsten Mittelalter sind vehement abzulehnen und haben in Österreich nichts verloren. Es ist jedoch wieder einmal bezeichnend, dass sich SPÖ, ÖVP, Grüne und Neos – offenbar in der Hoffnung auf salafistische Stimmen – zu derart skandalösen Aussagen beredt ausschweigen." (red, 25.8.2017)

    • Martin in "Am Schauplatz".
      foto: orf

      Martin in "Am Schauplatz".

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