Fix: Wöber wechselt von Rapid zu Ajax Amsterdam

    24. August 2017, 10:20
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    Innenverteidiger: "Die Entscheidung war für mich wirklich schwer" – Rapid holt Verstärkungen

    Wien/Amsterdam – Der Transfer von Maximilian Wöber von Rapid zum niederländischen Fußball-Vizemeister Ajax Amsterdam ist seit Donnerstagvormittag perfekt. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart, dem Vernehmen nach sollen die Hütteldorfer aber 7,5 Millionen Euro für den 19-jährigen Verteidiger kassieren. Damit wäre Wöber der teuerste Österreicher, der je aus der Bundesliga ins Ausland wechselte.

    Bisher hatte dieses Ranking Torjäger Marc Janko (2010 zu Twente Enschede) gemeinsam mit Innenverteidiger Martin Hinteregger (im Vorjahr zu Augsburg) und Mittelfeldspieler Konrad Laimer (in der Sommerpause zu RB Leipzig) angeführt. Für jeden dieser ÖFB-Teamspieler soll Red Bull Salzburg jeweils sieben Millionen Euro kassiert haben. Und der bisher teuerste heimische Rapid-Profi war Erwin Hoffer, der 2009 um fünf Millionen Euro zum SSC Napoli gewechselt war.

    Ajax wollte mich unbedingt sofort

    "Die Entscheidung war für mich wirklich schwer. Prinzipiell habe ich mich beim SK Rapid sehr wohl gefühlt, bin enorm dankbar für die Zeit in Hütteldorf und werde dem Verein immer verbunden bleiben", sagte Wöber, der eigentlich schon an einen Verbleib in Hütteldorf gedacht hatte. "Aber in den letzten Tagen hat sich die Situation doch verändert. Die Verantwortlichen von Ajax Amsterdam wollen mich unbedingt sofort in ihre junge Mannschaft integrieren und haben mir sehr überzeugend vermittelt, dass ich der absolute Wunschspieler für die Innenverteidigung bin."

    Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel kündigte an, dass man nun noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werde. "In den nächsten Tagen werden wir noch Neuzugänge vorstellen, wir sind seit längerer Zeit mit einigen Spielern und Klubs in Kontakt. Vorerst gilt es aber einen Abgang zu vermelden", wurde der 52-jährige Schweizer in der Rapid-Aussendung zitiert. Der Rekordmeister ist vor allem an LASK-Innenverteidiger Felix Luckeneder sowie an zwei Altach-Legionären – Offensivspieler Moumi Ngamaleu aus Kamerun und Linksverteidiger Lucas Galvao aus Brasilien – interessiert.

    Angebot "erheblich verbessert"

    "Wir wollten Maximilian Wöber natürlich nicht abgeben, sondern möglichst langfristig an den Klub binden. Bereits vor einigen Wochen haben wir daher auch ein sehr lukratives Angebot von Ajax für ihn abgelehnt", verriet Bickel. Doch dieses Offert – laut Medienmeldungen fünf Millionen Euro – "wurde nun erheblich verbessert". Damit konnte Rapid Wöber nicht mehr halten und erfüllte ihm den Wunsch, diese Herausforderung annehmen zu können.

    Durch die Summe, die der sechsfache Europacupsieger aus Amsterdam (Meistercup 1971, 1972 und 1973, Champions League 1995, Europacup der Cupsieger 1987 und Uefa-Cup 1992) überweist, kann Rapid mehr als nur einen Ersatzmann verpflichten. "Wir haben nun auch mehr finanzielle Mittel, um unseren Kader auf zwei bis drei Positionen verstärken zu können. Durch den Abgang von Wöber und die langfristige Verletzung von Dibon steht natürlich neben einem schnellen Offensivspieler ein Verteidiger in der Liste ganz oben", erklärte Bickel.

    Pflichtspieldebüt unter Zoran Barisic

    Wöber war über den Rapid-Nachwuchs in die Profimannschaft gekommen und feierte unter dem damaligen Cheftrainer Zoran Barisic im Februar 2016 sein Pflichtspieldebüt. Seither brachte er es auf 24 Pflichtspieleinsätze – 16 in der Bundesliga, fünf im ÖFB-Cup und drei in der Europa League –, in denen ihm zwei Treffer gelangen. Zudem wurde er am Dienstag erstmals von Teamchef Marcel Koller in den Kader des Österreichischen Nationalteams für die anstehenden WM-Quali-Spiele gegen Wales und Georgien einberufen.

    Der Abwehrspieler aus Wien, der in der Sommerpause von den Fans in einer Online-Abstimmung zum "Rapidler der Saison 2016/17" gewählt worden war, freut sich schon auf die neue Herausforderung: "Ajax ist ein Klub von Weltruf, stand letztes Jahr im Finale der Europa League und hat auch heuer noch die Chance, wieder die Gruppenphase zu erreichen. Ich möchte nun diese Chance und Herausforderung unbedingt annehmen, wünsche aber gleichzeitig meinem Stammverein, der immer einen besonderen Stellenwert für mich haben wird, alles Gute in der kommenden Saison." (APA, 24.8.2017)

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