Abo-Plus für STANDARD: E-Paper legen kräftig zu

    23. August 2017, 10:00
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    ÖAK: Größtes E-Paper-Plus für "Kleine" – Mehr Abos auch bei "Presse", "Salzburger Nachrichten", "Neue", "News", "Profil", "Trend", "Woman", "Servus" – Weniger Dauerkundschaft bei Riese "Krone" und "Kurier"

    Wien – Die Mittwoch veröffentlichte Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) bescheinigt dem STANDARD im ersten Halbjahr 2017 fast doppelt soviele E-Paper-Abos wie vor einem Jahr und damit auch ingesamt steigende Abonnements. Die Grazer "Kleine Zeitung" konnte ihren E-Paper-Stand auf einen Höchststand unter Österreichs Tageszeitungen ebenfalls beinahe verdoppeln.

    DER STANDARD kommt laut ÖAK im ersten Halbjahr 2017 auf eine verkaufte Auflage von 60.893 Exemplaren (62.470*), davon 54.296 im Abonnement – vor einem Jahr waren das 53.370*. 6762 dieser Abos sind E-Paper; im ersten Halbjahr 2016 waren das noch 3456 Stück.

    Die "Kleine Zeitung" der Styria Media Group steigerte ihre E-Paper-Abos von 9677 vor einem Jahr auf nun 18.493 Stück. Die "Kleine" hat insgesamt 269.717 Abos (270.124) inklusive E-Paper, ihre Verkaufsauflage hält nun bei 279.836 (Montag bis Samstag, ohne Sonntagsausgabe, vor einem Jahr: 280.752).

    Riese "Krone" schrumpft – ein wenig

    Nur eine Zeitung verkauft mehr – weit mehr – als die "Kleine": Dem Zeitungsriesen "Kronen Zeitung" weist die ÖAK im ersten Halbjahr 2017 738.191 verkaufte Exemplare (Montag bis Samstag, ohne Sonntagsausgabe) aus – mehr als das zweieinhalbfache der Nummer zwei.

    Die riesigen "Krone"-Auflagen gehen von Halbjahr zu Halbjahr auch am stärksten zurück – vor einem Jahr verkaufte sie noch 752.274 Exemplare. Die gewaltigen Abozahlen sinken ebenfalls – von 650.327 auf nun 637.165 (die E-Paper-Abos stiegen von 11.104 auf 14.886). Der Großteil der Abonnements – 512.922 – erlöst 80 bis 100 Prozent des Abopreises von rund 295 Euro im Jahr.

    Milchmedienrechnungen

    Multipliziert man nur die Vollzahler-Abos der "Krone" mit 90 Prozent des vollen Jahres-Abopreises, kommt man auf ansehnliche 136 Millionen Euro Vertriebsumsatz. Bei 80 Prozent des Abopreises kommt man in dieser Milchmedienrechnung auf 121 Millionen Euro.

    Und noch eine kleine Milchmedienrechnung: Würden die Abozahlen der "Krone" linear in jenen Dimensionen weiter zurückgehen wie vom ersten Halbjahr 2016 auf das erste Halbjahr 2017, dann hätte sie in 25 Jahren noch immer 300.000 Abos.

    Die Verkaufs- und Abozahlen des "Kurier", den mit der "Krone" die gemeinsame Verlagstochter Mediaprint verbindet, gehen im Jahresvergleich leicht zurück – von 132.089 auf 128.003 beziehungsweise 106.683 auf 102.386. Die E-Paper-Abos des "Kurier" stiegen von 2871 auf 3878.

    Steigende Abo-Zahlen

    Steigende Abonnement-Zahlen im Jahresvergleich weist die ÖAK der "Presse", "Salzburger Nachrichten", "Neuer Vorarlberger", bei den Magazinen etwa "News", "Profil", "Trend", "Woman" aus der Verlagsgruppe News und "Servus in Stadt und Land" aus dem Red Bull Media House aus.

    Wachstum in durchaus unterschiedlicher Stärke von leicht bis deutlich (etwa bei "Profil" und "Trend"). Quellen des Abo-Wachstums in vielen Fällen: merklich mehr E-Paper-Abos, da und dort auch mehr Abos in günstigeren Preisklassen – die ÖAK sortiert die Abozahlen nach dem erlösten Prozentsatz des Vollpreises in die Kategorien 80 bis 100 Prozent, 51 bis 79 Prozent und 30 bis 50 Prozent.

    "Die Presse" hält nun bei 56.816 abonnierten Exemplaren (55.157), davon 8329 E-Paper (5542), Verkaufsauflage: 67.884 nach 67.261. Die "Salzburger Nachrichten" verkaufen 67.425 (67.727), im Abo 62.585 nach 62.399, davon 5.456 (2.968) E-Paper.

    "News" verkauft 113.779 (114.554), im Abo 65.484 (63.917). "Profil" 67.633 (67072), im Abo 45.791 (39.869). Der "Trend" 47.711 (45.920), davon im Abo 31.686 (27.569).

    Der Gratismarkt

    Der Gratiszeitung "Heute" bescheinigt die ÖAK im ersten Halbjahr eine verbreitete Auflage von 589.315 Exemplaren (Montag bis Freitag), davon 7.279 E-Paper. Weil nun auch hier E-Paper ausgewiesen werden, sind die Daten über die verbreitete Auflage nicht mit früheren Werten vergleichbar, betont die ÖAK. Das kann, zeigt ein Blick auf die nicht vergleichbaren Vorjahreswerte, dem "Heute"-Verlag durchaus recht sein, etwas rechter vielleicht als dem Mitbewerber "Österreich".

    "Österreich", das den allergrößten Teil seiner Auflage kostenlos auflegt, verbreitet laut ÖAK insgesamt 543.418 Exemplare ("Österreich gesamt", Montag bis Freitag). Täglich beigelegte Magazine als Kaufanreiz für die Bezahlversion von "Österreich" lässt die Abozahlen leicht von 24.164 vor einem Jahr auf 25.213 steigen, die Verkaufsauflage von 33.862 auf 35.057. (red, 23.8.2017)

    Link

    Österreichische Auflagenkontrolle

    * Ergänzt auf Userwunsch

    • Auflagenkontrolle: Fast STANDARD mit fast doppelt sovielen E-Paper-Abos wie vor einem Jahr und damit auch ingesamt steigende Abonnements.
      foto: derstandard.at

      Auflagenkontrolle: Fast STANDARD mit fast doppelt sovielen E-Paper-Abos wie vor einem Jahr und damit auch ingesamt steigende Abonnements.

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