"A mindful Triathlon": Laufen auf der Yoga-Kirmes im Augarten

Ansichtssache23. August 2017, 08:00
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Laufen, Yoga-Session und meditieren im schönsten Park Wiens

Von einem kurzen Lauf im schönsten Park Wiens, der Kunst der Abkürzungen in barocken Alleen, positiven Energien im Schatten der Flaktürme – und der Kommerzialisierungs-Gratwanderung, die "leise" Dinge wie Yoga am Weg zur Massenbewegung absolvieren.

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foto: thomas rottenberg

Es kommt halt immer auf die Erwartungshaltung an. Aber – ganz ehrlich: Ich wusste nicht so recht, was ich erwarten hätte sollen. Herzdame war da vor ein paar Wochen nach Hause gekommen und hatte gefragt, ob ich Lust auf einen "Mindful Triathlon" hätte. Weil "Wanderlust" nach Wien käme.

Natürlich hatte ich keinen blassen Schimmer wer oder was "Wanderlust" sein könnte. Aber dass es da wohl eher nicht um die Hardcore-Tri-Dreifaltigkeit gehen würde war mir klar: Zum einen weil "Mindful" nicht nach "die hard" klingt. Und zum anderen weil meine Freundin im echten Leben Yogalehrerin ist – und die Einladung zum Wanderlust-Triathlon über eines jener Yogastudios herein flatterte, in dem sie Menschen auf der Matte herumkommandiert: Viktoria Eckers "Doktor Yoga".

Doch bevor ich irgendwas klischeehaft Blödes à la "Mantrawettsingen im Power-Savasanah plus Bäumeumarmen" sagen konnte, kam schon die Zurechtweisung: "Nein, nicht, was Du jetzt lästern willst. Zuerst Laufen, dann eine Yoga-Session – und dann Meditation." Ich verkniff mir das Blöd-Reden – und war wirklich neugierig.

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