Hacker drohen, "Game of Thrones"-Finale vorab online zu stellen

    22. August 2017, 08:28
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    HBO hat sich bislang geweigert, Lösegeld zu bezahlen – zwei von sechs Folgen waren früher ins Netz gelangt

    Eine Hackergruppe, die sich selbst als "Mr Smith group" bezeichnet, droht HBO mit der Veröffentlichung des "Game of Thrones"-Staffelfinales. Es handelt sich dabei um dieselben Hacker, die bereits Kontaktdaten von Schauspielern der Hitserie sowie E-Mails von HBO-Managern publik machten. Der US-Sender weigert sich, Lösegeld zu überweisen. Die Gruppe soll sich nach einem Einbruch in interne HBO-Systeme im Besitz von dutzenden noch nicht ausgestrahlten Episoden befinden, etwa von der Serie "Curb your Enthusiasm".

    Andere Hacker, andere Folgen

    Bislang waren bereits zwei der sechs heuer ausgestrahlten "Game of Thrones"-Episoden vorab ins Netz gelangt. Dafür zeichnete sich aber nicht die "Mr Smith group" verantwortlich. Eine Folge wurde offenbar von indischen Subunternehmern eines Fernsehsenders ins Netz gestellt, eine weitere Episode soll unabsichtlich von HBO Spanien ausgestrahlt worden sein. Ein Leak des Staffelfinales wäre schmerzhaft, da HBO rekordverdächtige Einschaltquoten erwartet.

    Piraterie ist Usus

    Die Publikation einzelner Folgen auf Torrent-Seiten ist für den Sender laut Analysten zwar ärgerlich, allerdings werden diese nach der Ausstrahlung sowieso sofort illegal geteilt. Die Veröffentlichung ganzer Staffeln könnte jedoch negative Auswirkungen haben. Noch gefährlicher wäre die Publikation von E-Mails und privaten Details von HBO-Managern oder Mitarbeitern. Ein derartiger Vorfall sorgte vor zwei Jahren bei Sony Pictures für massive Probleme. (red, 22.8.2017)

    • Jon Snow kämpft nicht nur gegen die Armee des Nachtkönigs, sondern auch gegen Hacker
      foto: ap/sloan

      Jon Snow kämpft nicht nur gegen die Armee des Nachtkönigs, sondern auch gegen Hacker

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