Trumps Beratergremium für Infrastruktur kommt nicht zustande

    18. August 2017, 08:49
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    US-Präsident wollte eine Billion Dollar in öffentliche Projekte pumpen

    Washington – US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne zur Gründung eines Infrastruktur-Rats mit Konzernchefs aus der Privatwirtschaft einem Medienbericht zufolge beerdigt. Der Finanzdienst Bloomberg berief sich in seinem Bericht vom Donnerstag (Ortszeit) auf eine eingeweihte Quelle.

    Erst am Vortag waren zwei bestehende Beratergremien abgeschafft worden, in denen Spitzenmanager sich mit Trump zu Wirtschaftsfragen ausgetauscht hatten.

    Kritik wegen Reaktion auf rechte Gewalt

    Grund für die Auflösung war die heftig kritisierte Reaktion des US-Präsidenten auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen bei einem Aufmarsch von Rechtsextremen in der US-Stadt Charlottesville, wo eine Gegendemonstrantin von einem Auto erfasst und getötet worden war.

    Trump hatte sich danach in den Augen vieler Kritiker nicht klar genug von Rechtsextremen und Rassisten distanziert. Aus Protest verabschiedeten sich etliche Unternehmenschefs aus seinen Beratergremien.

    Eine Billion Dollar für Sanierungsprogramm

    Der US-Präsident hatte im Infrastruktur-Rat eigentlich Größen etwa aus der Immobilien-, Bau- und Transportbranche versammeln wollen. Denn eines von Trumps zentralen Versprechen ist es, mit einem großen Sanierungsprogramm eine Billion Dollar (854,92 Mrd. Euro) in öffentliche Projekte wie Brücken, Autobahnen und Flughäfen zu pumpen. Allerdings ist ohnehin offen, ob er dafür im Kongress grünes Licht bekommt. (APA, 18.8.2017)

    • Trump hatte versprochen, mit einem großen Sanierungsprogramm eine Billion Dollar in öffentliche Projekte zu stecken.
      foto: reuters / kevin lamarque

      Trump hatte versprochen, mit einem großen Sanierungsprogramm eine Billion Dollar in öffentliche Projekte zu stecken.

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