Diese Gesten bedeuten im Urlaub etwas anderes

    16. August 2017, 12:52
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    Gesten können im Urlaub helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Sie können aber auch zu Missverständnissen führen – und im schlimmsten Fall eine grobe Beleidigung darstellen

    Gesten können im Urlaub helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Sie können aber auch zu Missverständnissen führen – und im schlimmsten Fall eine grobe Beleidigung bedeuten. Das sind die gängigsten Gesten und deren abweichende Bedeutung:

    Das Victory-Zeichen

    Das "V" aus Zeige- und Mittelfinger: In Mitteleuropa verstehen viele Menschen das "Victory"-Zeichen als Siegesgeste oder als ein Zeichen für den Frieden. In Großbritannien, Irland, Neuseeland und Australien zum Beispiel wird das "V" dagegen als Symbol für das Fluchen verwendet – allerdings nur dann, wenn dem Gegenüber nicht die Handfläche gezeigt wird, sondern der Handrücken.

    Das O-Zeichen

    Das O-Zeichen mit Daumen- und Zeigefinger bedeutet vor allem in den USA "okay, super". Auch in Österreich findet die Geste Verwendung für "Spitze" oder "1A". In Frankreich und Belgien würde man damit jedoch einen Menschen oder eine Sache als "Null", also wertlos abstempeln. In Thailand und Brasilien deutet die Geste auf Obszönes hin, in Mexiko ist es eine Einladung zu sexueller Aktivität, in Italien kann es schlicht "Arschloch" bedeuten.

    Daumen hoch

    Während in Österreich und den meisten anderen Ländern Europas der nach oben gestreckte Daumen etwas Positives aussagt – etwa "gut gemacht" oder "alles in Ordnung" – , ist dieser Fingerzeig zum Beispiel in Russland, Griechenland und Australien eine obszöne, rüde Geste.

    Nicken

    Nicken bedeutet Zustimmung oder Verständnis – aber nicht überall. Bewegt sich der Kopf nur einmal nach oben und nach unten, steht das in Teilen Südosteuropas für "nein". In Indien ruft man mit einem Nicken eine Person zu sich. Und mit einem Kopfschütteln in einem weiten Halbbogen von Schultern zu Schultern wird auf dem indischen Subkontinent Zustimmung, Verstehen und Respekt vermittelt.

    Winken

    Winken bedeutet in den USA und den meisten Länder Europas Abschied oder Begrüßung. Macht man dies jedoch in Südostasien und der Türkei, wenn man sich direkt gegenübersteht, ist das eine Beleidigung. Das Herbeiwinken kann in Teilen Asiens und Ozeaniens ebenfalls als unverschämt empfunden werden – dort werden nur Hunde herbeigewunken. In Japan hingegen kann es vorkommen, dass einem Touristen gewunken wird, indem die Hand mehrfach nach vorne abgeknickt wird. Das ist dann kein Versuch, den Reisenden loszuwerden oder ihn zu verabschieden, sondern er wird herbeigewunken.

    Den Vogel zeigen

    In Österreich eine negative Geste, ist der per Fingerzeig angedeutete Vogel im Kopf in den USA ein gut gemeinter Warnhinweis im Straßenverkehr. Er heißt: Die Polizei ist in der Nähe.

    Mit den Fingern zählen

    Auf dem Basar oder auf einem fernöstlichen Markt sind Stückangaben mit den Fingern ein scheinbar einfacher Weg, die gewünschte Zahl Obststücke zu bekommen. Nicht so hingegen in Japan: Mit gestrecktem Daumen und Zeigefinger kauft man gleich fünf statt zwei Stück. Und in China geht es dann sogar um acht Exemplare. (red, 18.8.2017)

    • Anderen Autofahrern den Vogel zeigen? Kann in den USA bedeuten: Achtung, die Polizei ist in der Nähe!
      foto: istockphoto / valentinrussanov

      Anderen Autofahrern den Vogel zeigen? Kann in den USA bedeuten: Achtung, die Polizei ist in der Nähe!

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