WannaCry-"Held" plädiert in Malware-Prozess auf "nicht schuldig"

    14. August 2017, 18:58
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    Dem 23-jährigen IT-Sicherheitsforscher wird vorgeworfen, das Schadprogramm Kronos miterfunden zu haben

    Als vergangenen Mai der WannaCry-Wurm binnen weniger Stunden Krankenhäuser, Industrieanlagen und private Rechner lahmlegte, entdeckte der 23-jährige Sicherheitsforscher Marcus Hutchins einen "Aus"-Schalter für die Malware. Der Wurm hörte auf, sich so schnell zu verbreiten; die gesamte Branche blickte mit Bewunderung auf Hutchins. Als dieser im August zur Defcon-Konferenz in die USA reiste, klickten für ihn jedoch die Handschellen.

    Auf Kaution entlassen

    US-Behörden werfen ihm vor, gemeinsam mit einem unbekannten Partner die Banken-Schadsoftware Kronos kreiert zu haben. Am Montag wurde Hutchins nun auf Kaution entlassen. Zuvor hatten Unterstützer im Netz Geld gesammelt. Hutchins plädierte erneut "nicht schuldig" zu sein. Das hatte der IT-Forscher bereits beim ersten Hearing Anfang August angegeben.

    Internet darf benutzt werden

    Der Richter erlaubte Hutchins nun, auf freiem Fuß das Internet zu benutzen. Das ist durchaus ein Zeichen dafür, dass er dem Beschuldigten wohlgesonnen ist. Der Prozess soll im Oktober starten, bei einer Verurteilung drohen Hutchins bis zu 40 Jahre Haft. (red, 14.8.2017)

    • Marcus Hutchins half entscheidend mit, den Wurm WannaCry zu stoppen
      foto: ap/augstein

      Marcus Hutchins half entscheidend mit, den Wurm WannaCry zu stoppen

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