Das beste Stück ... nachgefragt bei Künstler Ashley Hans Scheirl

    Kolumne23. August 2017, 15:54
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    Michael Hausenblas fragt den Künstler Ashley Hans Scheirl, warum er seinen Katalog täglich zur Hand nimmt

    "Mein bestes Stück ist mein Katalog. Das mag auf den ersten Blick als nichts Besonderes erscheinen. Aber er ist mein einziger und gibt einen Überblick über mein künstlerisches Schaffen seit 1979. Er ist durchaus ein Alltagsobjekt, das ich auf meinem Schreibtisch liegen habe und oft zur Hand nehme, vor allem, wenn ich nach einer Ausstellung wieder neue Arbeiten machen will.

    Ich habe immer das Gefühl, bei null anzufangen. Da ist mir der Katalog eine große Orientierungshilfe, eine Art Nachschlagewerk. In meiner Arbeit geht es um Identität, die ich als fragil empfinde. Das spiegelt dieses Buch schön wider, denn es zeigt, wie ich zwischen den Medien und Ausdrucksformen hin und her pendle. Wenn ich über meine Arbeit nachdenke, habe ich manchmal das Gefühl, dass alles auseinanderfällt. Betrachte ich dann die Abbildungen und Texte im Katalog, sehe ich, wie sehr dieses Spannungsfeld Sinn macht. So gesehen hilft er mir außerordentlich bei meiner täglichen Arbeit." (Michael Hausenblas, RONDO, 23.8.2017)

    Arbeiten von Ashley Hans Scheirl sind derzeit auf der Documenta 14 in Kassel zu sehen.

    • Ashley Hans Scheirl: "Ich habe immer das Gefühl, bei null anzufangen. Da ist mir der Katalog eine große Orientierungshilfe, eine Art Nachschlagewerk."
      foto: nathan murrell

      Ashley Hans Scheirl: "Ich habe immer das Gefühl, bei null anzufangen. Da ist mir der Katalog eine große Orientierungshilfe, eine Art Nachschlagewerk."

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