Forscher entwickeln Akku aus Salzwasser

12. August 2017, 16:14
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Ohne gefährliche Chemikalien – für Wearables – eventuell auch im Kampf gegen Krebszellen

Chinesische Wissenschaftler haben einen biegsamen Akku entwickelt, der ohne gefährlichen Chemikalien auskommt. Anstatt auf Elektrolyt zu setzen, wurde die Batterie mit Salzwasser bestückt. Im Falle eines Austritts auf menschliche Haut, kommt es im Gegensatz zu herkömmlichen Akkus somit zu keiner Verletzung.

Gürtel und Nanoröhre entwickelt

Die Wissenschaftler haben laut einem Eintrag im Journal Chem zwei Versionen des Akkus entwickelt: Eine Art Gürtel und eine Nanoröhre. Beide büßen gegenüber herkömmlichen Batterien in Wearables keinerlei Funktion ein. Selbst als der Akku-Gürtel 100 Mal in verschiedenen Winkeln gebogen wurde, kam es zu keiner Performance-Minderung.

Aus Schweiß und Wasser

Die Entwicklung der Wissenschaftler erlaubt es prinzipiell, dass sich der Akku irgendwann aus menschlichem Schweiß oder Tränen zusammensetzt. Zudem sehen die Forscher die Möglichkeit, die Nanoröhre in menschliche Körper einzupflanzen, um eine Desoxygenierung auszulösen, die Krebszellen oder infektiöse Bakterien zerstört. Zwar sei dies momentan noch rein hypothetisch, die Wissenschaftler wollen aber weiterhin in diese Richtung forschen. (red, 12.08.2017)

  • Chinesische Forscher haben einen neuen Akku, der mit Schweiß und Tränen aufgeladen werden kann und gleichzeitig aus weniger gefährlichem Material besteht.
    foto: ap/alangkara

    Chinesische Forscher haben einen neuen Akku, der mit Schweiß und Tränen aufgeladen werden kann und gleichzeitig aus weniger gefährlichem Material besteht.

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