Unwetter: Aufräumarbeiten in Österreich, Tote in Polen

    12. August 2017, 13:01
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    Feuerwehren rückten im Burgenland zu 150 Einsätzen aus. In Polen und Tschechien kam es zu Toten und schweren Schäden. In Nepal starben rund 30 Menschen

    Eisenstadt/Warschau/Kathmandu – Nach der Sturmnacht hatten die Feuerwehren im Burgenland am Freitag alle Hände voll zu tun, die Folgen des Unwetters zu beseitigen. Laut Landessicherheitszentrale habe es bis zum Abend rund 150 Einsätze gegeben, erst danach habe sich die Einsatzlage normalisiert.

    foto: apa/ff klingenbach
    Im Burgenland räumte die Feuerwehr auf.

    Die Feuerwehren mussten sich vor allem um abgedeckte Dächer kümmern und blockierte Straßen freimachen. Viele Schäden seien erst im Laufe des Tages entdeckt worden, so die Landessicherheitszentrale. Die unterbrochenen Zugstrecken im Nordburgenland waren laut ÖBB-Informationen am Samstag wieder befahrbar.

    foto: apa/bmlvs/wolfgang grebien
    Ein Pionierzug des Militärkommando Steiermark im Einsatz nach Schäden durch Unwetter in der Obersteiermark.

    Auch in der Steiermark und in Niederösterreich war die Feuerwehr im Einsatz und musste etwa Straßen von entwurzelten Bäumen befreien.

    Heftige Stürme und Tote in Polen

    Während die Unwetter im Burgenland vergleichsweise glimpflich über das Land gezogen sind, haben heftige Stürme in Polen mindestens vier Menschenleben gekostet. In Polen wurden nach TV-Berichten vom Samstag zudem 34 Menschen verletzt. 340.000 Haushalte blieben vorerst ohne Strom. Im Osten Tschechiens wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK seit Freitagabend mindestens 80 Häuser beschädigt, viele Dächer wurden zur Gänze abgerissen.


    Drei der Todesopfer gab es nach Informationen des TV-Senders TVP Info an zwei verschiedenen Orten nahe der nordpolnischen Stadt Chojnice. Dabei fiel ein Baum auf ein Zelt und erschlug einen darin liegenden 30-jährigen Mann, während ein anderer Baum zwei Teilnehmer eines Pfadfinderlagers tödlich traf. In der benachbarten Stadt Konarzyny starb eine Frau, als ein Baum auf ihr Haus stürzte.

    Schwere Unwetter in Nepal

    In Nepal sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Tausende seien obdachlos und verschiedene Orte noch von der Außenwelt abgeschnitten, teilte Innenminister Janardan Sharma am Samstag mit. Brücken und Dämme seien beschädigt worden, und Hubschrauber stünden bereit, um Menschen aus den am meisten betroffenen Gebiete im Süden des Landes zu retten.

    Der vorausgegangene Monsunregen ließ verschiedene Flüsse des Landes gefährlich anschwellen.

    Sturzfluten im Iran

    Durch Sturzfluten in Folge heftiger Regenfälle sind im auch Nordosten des Irans mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere würden noch vermisst, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA am Samstag die Hilfsorganisation Roter Halbmond. Die zwei Vermissten zählten zu einer dreiköpfigen Familie, deren Auto in der Provinz Golestan von den Wassermassen fortgerissen worden sei, hieß es.

    Ein Familienmitglied, eine Frau, sei tot geborgen worden, die Suche nach den beiden Vermissten laufe. Die Unwetter vom Freitag führten in insgesamt fünf Provinzen zu schweren Überschwemmungen. Einige Dörfer waren am Samstag noch von der Außenwelt abgeschnitten. (APA, red, 12.8.2017)

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