Auf Peps Wunsch: Kayode offenbar vor Wechsel zu ManCity

12. August 2017, 11:39
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Guardiola soll den nigerianischen Goalgetter persönlich von dem Transfer überzeugt haben. Ehefrau bestätigt Weiterverleih an Girona

Wien – Die Wiener Austria hat für ihren wechselwilligen Stürmerstar Larry Kayode einen prominenten Abnehmer gefunden. Sportdirektor Franz Wohlfahrt bestätigte am Samstag gegenüber der APA "sehr weit gefruchtete" Transfergespräche mit dem englischen Großclub Manchester City. Dieser will den Nigerianer offenbar direkt an den spanischen Erstliga-Aufsteiger Girona FC weiterverleihen.

"Wir sind in Kontakt mit Manchester City", erklärte Wohlfahrt Samstagmittag. Mit einer Transferbestätigung könnte es allerdings noch einige Tage dauern. "Es sind noch Formalitäten zu erledigen. Es ist noch ein bisschen was zu tun", sagte Wohlfahrt. Die medizinischen Tests hat Kayode mit Erlaubnis der Austria bereits allesamt absolviert. Der 24-Jährige befand sich daher am Freitag in Manchester, bestätigte Wohlfahrt. "Er war gestern dort."

Die Ehefrau von Kayode hat den Transfer am Samstagnachmittag auf der Social-Media-Plattform Instagram mehr oder weniger bestätigt. "Done deal", schrieb Zinny Kayode zu einem Foto, das ihren Mann vor dem Etihad Stadium von Manchester City zeigt. Die Spielerfrau berichtete von einem Vier-Jahres-Vertrag bei den "Citizens" und einem Jahr Leihe zu Girona FC.

Die Guardiola-Partie

Das nigerianische Internet-Portal Owngoalnigeria.com hatte zuvor berichtet, dass Kayode bei den "Citizens" bereits einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben habe. Demnach soll der Angreifer schon am Samstag über Wien nach Girona weiterreisen. Beim spanischen Aufsteiger hat Pere Guardiola, der Bruder von ManCity-Trainer Pep Guardiola, das Sagen. Zahlreiche City-Spieler sind daher bereits leihweise beim katalanischen Club untergekommen.

Bei der Austria hätte Kayode noch bis Sommer 2019 Vertrag. Über die finanzielle Dimension des möglichen Transfers wollte Wohlfahrt keine Angaben machen – auch nicht über die Bedeutung, die ein solcher für den österreichischen Vizemeister hätte. "Es ist auch noch nichts fixiert", betonte Wohlfahrt, meinte aber auch: "Grundsätzlich muss man sagen: Eine Geschäftsbeziehung mit Manchester City ist etwas Gutes."

Auf den Fall eines Abganges von Kayode, der in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für die Violetten absolviert hat, ist man bei der Austria seit Wochen vorbereitet. Bereits Ende der vergangenen Spielzeit hatte Wohlfahrt erste Stimmen vernommen, wonach der Bundesliga-Schützenkönig einen Transfer anstreben könnte. "Wir haben schon zweigleisig gedacht und gearbeitet", erklärte der Sportdirektor. "Man muss ja gewappnet sein für solche Sachen."

Violette Transfers

Die Austria hat sich daher bereits früh für eine Fix-Verpflichtung des bisher von Benfica Lissabon ausgeliehenen Kevin Friesenbichler entschieden und nach einem kurzen, aber heftigen Tauziehen mit der Admira auch Christoph Monschein aus der Südstadt geholt. Beide haben in dieser Saison aber noch kein Pflichtspieltor erzielt. Kayode kam in der vergangenen Spielzeit auf 24 Treffer, 17 davon alleine in der Liga.

"Es könnte sein, dass wir noch etwas tun im Bereich Mittelstürmer", sagte Wohlfahrt auf weitere Transferaktivitäten angesprochen. Das wäre aber eher ein junger Hoffnungsträger als ein arrivierter Goalgetter. "Ich glaube nicht, dass es etwas bringen würde mit einem Einser-Stürmer", meinte Wohlfahrt. Der Ex-Teamtorhüter verwies darauf, dass es wenig Sinn machen würde, wenn Friesenbichler und Monschein dann vielleicht nicht spielen würden. "Wenn ein Mittelstürmer kommt, wird es ein junger sein."

Bedarf könnte bei der Austria zudem im Mittelfeld bzw. auf dem Flügel entstehen. Lucas Venuto fällt nach seinem Kreuzbandriss noch bis Jahresende aus. Dazu hat sich zuletzt auch Kapitän Alexander Grünwald mit einer Knieverletzung gesellt. Wohlfahrt: "Ob wir seitlich noch etwas machen, muss man abwarten." Die Transferzeit läuft bis 31. August. (APA, 12.8.2017)

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    foto: apa/neubauer

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