Fed-Vertreter Kaplan gegen baldige US-Zinserhöhung

    11. August 2017, 19:30
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    Vorher Fortschritte in Richtung des Inflationsziels gefordert

    Washington – Die US-Notenbank Federal Reserve sollte aus Sicht eines hochrangigen Vertreters von einem baldigen Zinsschritt Abstand nehmen. Angesichts der schwachen Inflation sei es angezeigt, auf eine Erhöhung des Schlüsselzinses derzeit zu verzichten, sagte der Präsident der Fed von Dallas, Robert Kaplan, am Freitag.

    "Bevor wir den nächsten Schritt gehen, will ich sicherstellen, dass ich neue Konjunkturdaten verstehe ... und wir Fortschritte in Richtung des Inflationsziels von zwei Prozent machen," fügte er hinzu. Kaplan erwarte zudem, dass die Fed bald eine Ankündigung zum Abbau der im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz machen dürfte.

    Die Währungshüter hatten zuletzt im Juni den Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt auf das jetzige Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben. Durch den massiven Erwerb von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren zur Stützung der Konjunktur stieg die Bilanzsumme der US-Zentralbank auf rund 4,2 Billionen Dollar (3,58 Billionen Euro). Im Jahr 2007 hatte sie noch bei rund 800 Milliarden Dollar gelegen.

    In den USA baut sich nur langsam Inflationsdruck auf. Die Verbraucherpreise kletterten im Juli um 1,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Damit war die Teuerung zwar etwas höher als im Vormonat, doch von Reuters befragte Ökonomen hatten sich auf ein Plus von 1,8 Prozent eingestellt. (APA, 11.8.2017)

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