Integration: Noch mehr Brandsätze

Einserkastl13. August 2017, 10:33
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Laut Umfrage des Integrationsfonds ist für viele Muslime die Religion lebensbestimmender als für säkulare Europäer

Mitten im Wahlkampf veröffentlicht der Integrationsfonds (untersteht Minister Sebastian Kurz) eine Studie des bekannten Politologen Peter Filzmaier, nach der bei Muslimen in Österreich teilweise Meinungen vorherrschen, die mit unserer westlichen Lebensweise schwer in Einklang zu bringen sind.

Filzmaier selbst bemühte sich unter Hinweis auf die Methodik der Befragung vorsichtig zu differenzieren. Aber daran gibt es kaum etwas zu deuteln: Für viele Muslime in Europa ist die Religion weit lebensbestimmender als für säkulare Europäer; und etliche der abgefragten Wertvorstellungen ("Würden Sie einer Frau die Hand geben?") sind typisch für eine rigide, wenig weltoffene Haltung.

Es ist auch keine Überraschung, dass unter manchen muslimischen Gruppen, vor allem jenen aus israelfeindlichen Regimen, der Antisemitismus sehr hoch ist. Für 62 Prozent der Syrer, aber auch für 61 Prozent der Türken haben die Juden "zu viel Macht in der Welt".

Bei einer Befragung im Jahr 2009 waren übrigens auch 36 Prozent der Österreicher dieser Meinung.

Und Ungarns Viktor Orbán betreibt derzeit eine bizarre antisemitische Kampagne: Der jüdische Milliardär und Philanthrop George Soros wolle Europa muslimisieren.

Aber wenn man schon den Keller voller Brandsätze hat, muss man sehr, sehr aufpassen, wenn noch ein paar Kanister Benzin dazukommen. (Hans Rauscher, 11.8.2017)

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