Deutscher Industrieverband: Staat und Wirtschaft müssen mehr tun gegen Cyber-Angriffe

    11. August 2017, 15:55
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    BDI: Auch rasante Verbreitung von Fake News hat direkte Auswirkungen

    Der Industrieverband BDI fordert angesichts einer zunehmenden Bedrohung durch Wirtschaftsspionage und Cyber-Angriffe eine noch engere Kooperation von Staat und Wirtschaft. "Wirtschaftsspionage, Sabotage, die organisierte Kriminalität und Terrorismus – auch im Cyber-Raum – stellen weltweit Bedrohungen für deutsche Unternehmen und die Unversehrtheit von Mitabeitern dar", heißt es am Freitag in einem Positionspapier des Verbandes zu Sicherheitsfragen. Die bestehende "Initiative Wirtschaftsschutz" müsse ergänzt und weiterentwickelt werden.

    1,25 Billionen Euro an zusätzlicher industrieller Wertschöpfung

    In dem Papier heißt es zudem, durch die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft könnten 1,25 Billionen Euro an zusätzlicher industrieller Wertschöpfung in Europa bis 2025 geschaffen werden. Diesen Potenzialen stehe aber eine wachsende Gefahr durch Hacker-Angriffe mit immer höheren Schäden gegenüber. "Auch die rasante Verbreitung von Fake News und Desinformationskampagnen im Internet hat direkte Auswirkungen auf Staat und Wirtschaft." Cybersicherheit sei eine zentrale Herausforderung für den Erfolg von Industrie 4.0, also dem digital vernetzten und gesteuerten Wirtschaften. Cybersicherheit müsse als gesamtstaatliche Aufgabe und strategischer Standortvorteil verstanden werden.

    Erst vor wenigen Tagen hatte der Internationale Währungsfonds gewarnt, Hacker-Angriffe auf Unternehmen aus der Finanzbranche stellten eine besonders große Gefahr dar. Von Hackern und Kriminellen ausgelöste Ausfälle und Störungen von Netzen und Systemen hätten das Potenzial, das gesamte Welt-Finanzsystem zu erschüttern. Experten schätzen die weltweiten Schäden durch solche Attacken auf 250 Milliarden bis eine Billion Dollar im Jahr. (Reuters, 11.8.2017)

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    BDI

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