Uber-Großinvestor verklagt Ex-Chef Travis Kalanick

    11. August 2017, 07:52
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    Benchmark Capital beschuldigt Kalanick, Investoren über Vorwürfe gegen das Unternehmen im Unklaren gehalten zu haben

    San Francisco – Der Fahrdienstvermittler Uber kommt nicht zur Ruhe: Einem Zeitungsbericht nach hat einer der größten Anteilseigner den ehemaligen Unternehmenschef Travis Kalanick verklagt. Die Beteiligungsgesellschaft Benchmark Capital beschuldige Kalanick, Investoren getäuscht zu haben, um mehr Macht im Führungszirkel erlangen zu können. Das meldet das "Wall Street Journal" (Donnerstag) unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Die Kläger behaupten demnach, Kalanick habe Misswirtschaft verschwiegen, um grünes Licht für eine Aufstockung des Vorstands von acht auf elf Sitze zu erhalten.

    Ethik-Probleme, Diskriminierung, sexuelle Belästigung

    Als Beispiele würden in der Klage etwa unangemessene und unethische Anweisungen, Diskriminierung, sexuelle Belästigung und ein Rechtsstreit mit der Google-Mutter Alphabet genannt. Wegen dieser Probleme war Uber später stark in die Kritik geraten. Hätten die Aktionäre davon gewusst, wäre der Erweiterung des Managements angeblich nicht zugestimmt worden.

    Ein Sprecher Kalanicks wies die Klage als haltlos zurück und sprach von Lügen und falschen Anschuldigungen. Uber wollte sich nicht äußern. Kalanick war im Juni auf Druck von Investoren hin abgetreten, die sich verärgert über mehrere Skandale gezeigt hatten.

    Hintergrund

    Die Klage von Benchmark Capital erfolgt in einer Situation, in der zuletzt immer wieder zu hören war, dass Kalanick eifrig an seinem Comeback als CEO schmiedet. Ein Rechtsstreit könnte seine Chancen, einen Machtkampf innerhalb von Uber für sich zu entscheiden, allerdings deutlich reduzieren. (APA, red, 11.8.2017)

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    Uber

    • Gegen Travis Kalanick läuft offenbar eine Klage.
      foto: reuters

      Gegen Travis Kalanick läuft offenbar eine Klage.

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