Salzburger Polizei zerschlug Drogenring

10. August 2017, 15:01
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14 Beteiligte ausgeforscht: Sie sollen Suchtgift im Straßenverkaufswert von 286.000 Euro verkauft haben

Salzburg – Nach den Fund von rund 7,5 Kilo Marihuana in der Stadt Salzburg im Juli hat die Landespolizeidirektion am Donnerstag auch noch einen Schlag gegen einen internationalen Suchtgiftring gemeldet. Insgesamt forschten die Ermittler 14 Beteiligte im Alter zwischen 18 und 43 Jahren aus. Bei Hausdurchsuchungen konnten acht Kilogramm Marihuana, 250 Gramm Kokain und 290 Gramm Heroin sichergestellt werden.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um Serben, Bosnier, eine Rumänin, einen Staatenlosen sowie einen Österreicher. Sie sollen mit den Drogen unter anderem auch minderjährige Schüler versorgt haben. Das sichergestellte und nachweislich bereits verkauftes Suchtgift hatte einen Straßenverkaufswert von geschätzten 286.000 Euro. Die Polizei stellte außerdem 10.000 Euro Bargeld, eine Faustfeuerwaffe und einen für Kurier-Fahrten verwendeten Pkw sicher.

Hinweise aus Szene

Nach Hinweisen aus der Suchtmittelszene hefteten sich die Ermittler im zweiten Halbjahr 2016 zunächst an sechs Verdächtige, die vor allem im Salzburger Stadtteil Lehen mit Drogen handelten. Die Gruppe versorgte zudem auch einige Deutschrussen im benachbarten Bayern. Bei einem Scheinkauf durch einen verdeckten Ermittler klickten für die Mitglieder der Bande schließlich nach und nach die Handschellen.

Drei weitere Personen wurden im Frühjahr 2017 im Zuge einer Observation mit fünf Kilogramm Marihuana ertappt. Sie hatten das Suchtgift in einem Reservereifen versteckt. Als Empfänger war einer der Beschuldigten der Lehener-Gruppe vorgesehen. Die Ermittlungen brachten die Polizisten dann noch auf die Spur von fünf weiteren Tätern.

"Insbesondere gelang es, eine ganze Hierarchie, also vom kleinsten Suchtmittelabnehmer über die Zwischenhändler, bis hin zu ausländischen Suchtgiftschmugglern auszuforschen und zur Anzeige zu bringen", teilte die Polizei mit. Drei der Täter sitzen nach wie vor in der Justizanstalt Puch-Urstein. Auch die ausgeforschten Konsumenten wurden angezeigt. (APA, 10.8.2017)

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