Unwetter: Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume in Bayern

10. August 2017, 08:42
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Unwetter hielten die Feuerwehr in Bayern in der Nacht auf Donnerstag in Atem, Dachstühle gingen in Flammen auf, Bäume stürzten auf Straßen und Bahnstrecken

München – Ein Unwetter ist in der Nacht auf Donnerstag über weite Teile Bayerns hinweggefegt. Betroffen waren vor allem Niederbayern und Mittelfranken, wo die Feuerwehr wegen Blitzeinschlägen ausrücken musste. In der Oberpfalz kam es zu Verkehrsbehinderungen aufgrund von umgestürzten Bäumen sowie zu überfluteten Kellern. Verletzt wurde dabei niemand.

Ein Blitz hat am Mittwochabend Stall und Scheune eines Hofs im Landkreis Passau in Brand gesetzt. Beide Gebäude des Hofs in Haarbach brannten komplett ab, wie die Polizei mitteilte. Auf das Wohnhaus griffen die Flammen nicht über, niemand wurde verletzt. Den entstandenen Schaden bezifferte die Polizei auf mindestens 150.000 Euro. Die Tiere in dem Stall konnten von Feuerwehrleuten gerettet werden, sie verbrachten die Nacht zunächst auf der Weide.

Auch in Thalmässing (Landkreis Roth) kam es nach einem Blitzschlag am Mittwochabend gegen 22 Uhr zu einem Sachschaden von 150.000 Euro. Der Dachstuhl eines Zweifamilienhauses brannte vollständig aus. Nach Polizeiangaben wurden bei dem Feuer niemand verletzt. Die zwei Bewohner des Hauses bemerkten das Feuer zuerst und konnten sich selbst aus dem Haus retten. Die Löscharbeiten der Feuerwehr betrugen eine knappe Stunde.

Bäume auf Bahn

In der Oberpfalz kam es bis Mitternacht zu 20 unwetterbedingten Einsätzen der Polizei. Vor allem aufgrund von Bäumen, die auf Straßen und Bahnstrecken stürzten, mussten Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr ausrücken. In Vilseck (Landkreis Amberg-Sulzbach) fielen mehrere Bäume auf die Gleise der Bahnstrecke, was nach Angaben der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn zu einer zweistündigen Sperrung der Strecke führte.

Auch die Staatsstraße 2166 zwischen Vilseck und Sigl war längere Zeit nicht passierbar. Wie die Polizei berichtete, blockierten auf einer Länge von 250 Metern zahlreiche Bäume die Fahrbahn. In Neumarkt standen außerdem mehrere Keller unter Wasser und die Neumarkter Straße war kurzzeitig überflutet. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor Sturmböen, Starkregen und Hagel gewarnt. (APA, 10.8.2017)

  • Auch die Kühe bleiben im Regen stehen.
    foto: apa/dpa/karl-josef hildenbrand

    Auch die Kühe bleiben im Regen stehen.

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