Plassniks private Lobeshymne auf Kurz

9. August 2017, 17:44
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Botschafterin publizierte laut Neos in einer Zeitung Wahlwerbung für Kurz

Wien – Hat die frühere ÖVP-Außenministerin Ursula Plassnik in ihrer heutigen Funktion als Botschafterin in der Schweiz Wahlwerbung für ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz gemacht? Die Neos werfen Plassnik genau das vor.

In einem am 25. Mai in der Neuen Zürcher Zeitung erschienenen Gastkommentar hatte Plassnik die Übernahme der ÖVP-Führung durch Sebastian Kurz als "frischen Wind" und "Hoffnung auf Erneuerung" bezeichnet.

"Verwegen, tollkühn"

"Alte Köpfe, verrostete Seilschaften, erstarrte Machtmuster sind nicht mehr gefragt", schreibt Plassnik. Nun gebe es in Europa mit Emmanuel Macron und Sebastian Kurz aber zwei neue Zukunftshoffnungen: "Beide sind jung, unverbraucht und hochprofessionell. Beide strahlen Zuversicht aus. Das Verwegene, Tollkühne an ihnen, ihre Unerschrockenheit, zieht bei Jung und Alt", heißt es in dem Text, der online noch immer abrufbar ist.

Neos-Abgeordneter Gerald Loacker wollte von Sebastian Kurz in einer parlamentarischen Anfrage wissen, ob Plassnik, die dem Außenministerium gegenüber weisungsgebunden ist, den Artikel absegnen lassen musste. Kurz dazu: Auch für Botschafter gelte Meinungsfreiheit, Plassnik habe nur ihre eigenen Ansichten geäußert, diese "können, müssen aber nicht die offizielle Position" des Ministeriums widerspiegeln. (red, 10.8.2017)

  • Schriftliches Lob für Kurz: Plassnik.
    foto: plankenauer

    Schriftliches Lob für Kurz: Plassnik.

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