Update-Misere: Android 7 nach einem Jahr auf weniger Geräten als "KitKat"

10. August 2017, 10:22
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Aktuelle Verbreitung läuft schleppend – Zahlen bei derStandard.at zeigen aber deutlich besseres Bild

Wirft man einen Blick auf die Zahlen zur globalen Verbreitung einzelner Androidversionen, zeigt sich ein reichlich frustrierendes Bild: Knapp ein jahr nach der Veröffentlichung von Android 7 "Nougat", befindet sich die aktuellste Generation von Googles Betriebssystem gerade einmal auf 13,5 Prozent sämtlicher Android-Geräte – trotz einem Plus von 2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat.

Datenpunkt

Um diese Zahl in Relation zu bringen: Das sind weniger Geräte als mit Android 4.4 laufen – also mit einer mittlerweile an die vier Jahre alten Softwaregeneration. Auf 16 Prozent sämtlicher Geräte befindet sich derzeit noch immer "KitKat", der Hinweis darauf, dass dies ein Minus von 1,1 Prozentpunkten darstellt, ist da ein recht schwacher Trost. Zumal sich "Nougat" damit auch langsamer verbreitet, als es im Vorjahr bei "Marshmallow" der Fall war.

Regionale Unterschiede

Was allerdings bei diesen Zahlen ebenfalls nicht vergessen werden sollte: Sie bilden einen globalen Schnitt, und zwar einen, der mit der Situation in einzelnen Ländern nur begrenzt etwas zu tun hat. Wie stark die Realität hier auseinanderklaffen soll, zeigt insofern ganz gut ein Blick auf die Zugriffsstatistiken von derStandard.at. Hier sieht die Situation für aktuelle Android-Versionen nämlich erheblich besser aus.

derstandard.at

Aktuell setzen bereits 35,11 Prozent aller derStandard.at-Nutzer ein Smartphone oder Tablet mit Android 7 "Nougat" ein – ein fast dreimal so hoher Anteil als in den globalen Zahlen. Praktisch gleich stark vertreten ist Android 6 "Marshmallow" mit 35,86 Prozent, während das weltweit noch recht starke "Lollipop" nur mehr auf 15,55 Prozent aller genutzten Geräte zu finden ist. Auch Android 4.4 ist auf derStandard.at mit 7,96 Prozent deutlich schwächer vertreten als im weltweiten Durchschnitt. Alle anderen Versionen spielen keine relevante Rolle mehr.

Besserung in Sicht?

Eine grundlegende Verbesserung der aktuellen Situation ist zumindest kurzfristig jedenfalls nicht in Sicht. Zwar nimmt Google mit dem kurz vor der Veröffentlichung stehenden Android 8 massive Umbauten an seinem Betriebssystem vor, die die Erstellung von Android-Updates deutlich vereinfachen sollen, diese neue Aufteilung kommt aber erst bei Geräten, die bereits mit Android 8 ausgeliefert werden, zum Einsatz. Ob sich das neue System bewährt, wird sich also erst mittelfristig zeigen. (Andreas Proschofsky, 10.8.2017)

  • Android 7 trägt den Codenamen "Nougat".
    foto: andreas proschofsky / standard

    Android 7 trägt den Codenamen "Nougat".

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