Konsumentenschützerin Ulrike Fischer will für Grüne ins Parlament

    9. August 2017, 12:14
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    Zweite auf niederösterreichischer Landesliste – Klubchef Steinhauser: "Grüne eine David-gegen-Goliath-Partei"

    Wien/St. Pölten – Konsumentenschützerin Ulrike Fischer soll für die Grünen in den Nationalrat einziehen. Die Listenzweite in Niederösterreich erklärte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien, für besseren Konsumentenschutz brauche es eine gute Rechtsdurchsetzung und klare Informationen.

    Fischer ist Vizebürgermeisterin in St. Andrä-Wördern, seit 20 Jahren für die Grünen aktiv und arbeitet beim Verein für Konsumenteninformation. Von diesem 15-Stunden-Job würde sie sich für das Nationalratsmandat karenzieren lassen, erklärte die dreifache Mutter.

    Die Grünen würden für lebensnahe Sozialpolitik stehen, das umfasse neben dem leistbaren Wohnen und Löhnen auch den Konsumentenschutz, sagte Klubchef Albert Steinhauser: "Die Grünen waren von Anfang an eine David-gegen-Goliath-Partei. Wir sind der politische Anwalt Davids."

    Transparenz und Mündigkeit

    Konsumentenschutz brauche Transparenz, um mündige Entscheidungen zu ermöglichen, sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen, damit sich die Bürger wehren können. Bei der Rechtsdurchsetzung seien SPÖ und ÖVP säumig, kritisierte Steinhauser die fehlende Umsetzung der Gruppenklage. Er kündigte daher einen Antrag für eine freie Abstimmung im September an, um die Gruppenklage durchzusetzen. Steinhauser geht davon aus, dass die SPÖ hier mitstimmen wird.

    Fischer soll nicht nur Expertise im Konsumentenschutz, sondern als Vizebürgermeisterin auch die Sichtweise kleiner Städte und Gemeinden in die Fraktion einbringen, so der Klubobmann. Mit ihrem Einzug in den Nationalrat rechnet er fix.

    Die Kandidatin fordert angesichts der Produktvielfalt Transparenz bei der Herkunft und den Inhaltsstoffen. Für die Herkunftsangaben schlägt sie etwa ein einfaches Ampelsystem vor. Bei Elektrogeräten wiederum sollte der Hersteller angeben, wie lange sie halten – und er sollte dafür garantieren. Außerdem sollten Produkte so gestaltet sein, dass man sie im Schadensfall reparieren kann. (APA, 9.8.2017)

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