Nintendos busenförmiger Controller setzte sich nicht durch

10. August 2017, 15:02
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Stattdessen wurde das D-Pad, das heute noch in Controllern verbaut wird, zum Standard

In den frühen 80ern versuchte Nintendo-Legende Gunpei Yokoi den Joystick-Mechanismus der Arkade-automaten in ein kompakteres Design zu übertragen. Der Designer des ersten Game Boys stieß dabei auf allerlei Probleme. Ein Prototyp hatte Sticks, die aussahen wie Nippel. Schlussendlich erschuf er mit dem D-Pad einen Dauerbrenner der Gaming-Geschichte, der auch heute noch in fast allen Controllern eingebaut wird. Dank simplem Design und geringem Produktionsaufwand konnte sich das plusförmige Pad durchsetzen.

"Busenförmiger Controller"

Anfangs wollte Yokoi einen Stick verwenden, der vertikal aus dem Gehäuse herausragt, ähnlich wie bei Arkade-Automaten. Um das Stäbchen zu verstärken, ummantelte der Game Designer ihn mit einer flexiblen Plastikschale. Dadurch sah die Konstruktion aus wie ein Nippel, so Yokoi. Unter Nintendo Mitarbeitern war das Gamepad fortan bekannt als "busenförmiger Controller".

foto: "donkey kong" (1982) | game & watch
Erster Einsatz des D-Pads

Bilder gibt es keine zum Prototyp, doch wurde die Idee höchstwahrscheinlich nicht nur wegen des Aussehens und Namens verworfen. Wenn die Umsetzung nicht gescheitert wäre, hätten wir heute nicht das überaus praktische D-Pad. (ke, 10.8.2017)

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    foto: nintendo classic mini controller
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