Regierungsbericht sieht USA stark von Klimawandel betroffen

    8. August 2017, 12:25
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    Vergangene Jahrzehnte waren Studie zufolge die heißesten seit 1.500 Jahren

    Washington – Ein Entwurf für einen Klimabericht der neuen US-Regierung zeichnet einem Medienbericht zufolge ein drastisches Bild von den Auswirkungen der Erderwärmung in den USA. "Die Amerikaner spüren die Effekte des Klimawandels schon jetzt", zitierte die "New York Times" am Dienstag aus dem noch nicht veröffentlichten Regierungsbericht. Die Durchschnittstemperaturen in den USA haben demnach seit 1980 stark zugenommen: Die vergangenen Jahrzehnte seien die heißesten seit 1.500 Jahren gewesen.

    Die Analyse, die alle vier Jahre erscheint, ist von der Regierung bisher noch nicht freigegeben worden. Wie die "New York Times" schreibt, widerspricht der Bericht "Aussagen von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung, wonach der menschliche Einfluss auf den Klimawandel ungewiss ist und dessen Effekte nicht prognostizierbar sind". Urheber der Studie ist die Nationale Wissenschaftsakademie der USA.

    Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt und erklärt, sein Land werde die Vereinbarung "ab sofort" nicht mehr umsetzen. Am Freitag hatte das US-Außenministerium den angestrebten Rückzug schriftlich bestätigt. Um die Interessen der USA zu schützen, will Washington aber weiterhin an den internationalen Klima-Verhandlungen teilnehmen. (APA, 8.8.2017)

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