Airlines: Das Geschäft mit teuren Extras

8. August 2017, 09:29
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Besonders große US-Anbieter und europäische Billigflieger verbuchen durch Nebeneinnahmen mehr Umsatz

Frankfurt am Main – Die internationalen Fluggesellschaften haben ihre Nebeneinnahmen im Vorjahr gesteigert. Besonders erfolgreich waren dabei einer Studie der Beratungsgesellschaft IdeaWorks zufolge die großen US-Anbieter, aber auch europäische Billigflieger wie Ryanair und Easyjet. Einige experimentierten mit flexiblen, nachfragegesteuerten Preisen für die Nebenleistungen – ein bereits bei Tickets erprobtes Modell.

Allein die US-Gesellschaft United verbuchte im vergangenen Jahr neben den reinen Ticketerlösen von den Passagieren rund 6,2 Mrd. Dollar (5,3 Mrd. Euro) zusätzlichen Umsatz, heißt es in der Untersuchung im Auftrag des Mobilitätsdienstleisters CarTrawler. Die Einnahmen stammten knapp zur Hälfte aus dem Vielfliegerprogramm und zu 52 Prozent aus extra verkauften Dienstleistungen wie zusätzlichem Gepäck, freier Platzwahl oder Vermittlungskommissionen für Hotelzimmer oder Mietwagen.

Gute Nebengeschäfte

Auch ohne eigene Vielfliegerprogramme haben es Ryanair (knapp zwei Mrd. Dollar) und Easyjet (1,36 Mrd. Dollar) unter die Top-Ten-Gesellschaften geschafft, was die passagiergebundenen Nebeneinnahmen angeht.

Die ungarische Wizzair macht den Angaben zufolge bereits fast 40 Prozent ihres Umsatzes mit den Nebengeschäften. Beim AUA-Mutterkonzern Lufthansa waren die Nebeneinnahmen der Studie zufolge mit 1,35 Mrd. Dollar zum Vorjahr leicht rückläufig.

Die höchsten Pro-Kopf-Nebeneinnahmen erzielte der US-Billigflieger Spirit, der allerdings auch ein radikales Preissystem verfolgt, bei den bereits Handgepäck extra zu bezahlen ist. Detaillierte Ergebnisse für die einzelnen Fluggesellschaften will IdeaWorks im September veröffentlichen. (APA, dpa, 8.8.2017)

  • Easyjet und Ryanair spielen bei den Nebeneinnahmen ganz vorne mit.
    foto: reuters/andrew yates

    Easyjet und Ryanair spielen bei den Nebeneinnahmen ganz vorne mit.

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