"Hellblade" erschienen: Stirbt man zu oft, wird der Speicherstand gelöscht

8. August 2017, 09:06
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Neuerschienenes Action-Adventure "Hellblade: Senua's Sacrifice" führt harte Spielerbestrafung ein

Update: "Hellblade": Spielerbestrafung war doch nur ein Bluff

Ursprünglicher Artikel: Das am heutigen Dienstag erscheinende Action-Adventure "Hellblade: Senua's Sacrifice" schickt Spieler in den Schuhen einer keltischen Kriegerin in einen psychedelischen Höllentrip. Um den Leidensweg der Protagonistin Senua spielerisch zu verdeutlichen, müssen Spieler nicht nur gegen ihre manifestierten inneren Dämonen ankämpfen, sondern sich auch harten Konsequenzen stellen. Wie aus den ersten 30 Minuten des Spiels hervorgeht, haben die Entwickler ein besonders fieses Bestrafungssystem implementiert, sollte man auf seiner Odyssee zu oft scheitern: Mit jedem virtuellen Tod erfasst eine schwarze Fäule, die den psychischen Verfall widerspiegelt, Senuas Körper ein Stückchen mehr. Erreicht diese Fäule Senuas Kopf – sprich, stirbt man zu oft – wird der gesamte Speicherstand gelöscht und man muss das Abenteuer von Neuem anfangen.

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Das Bestrafungssystem wird ab Minute 25 erklärt.

Warnung

Spieler werden innerhalb der ersten halben Stunde vor dieser Mechanik gewarnt. Und Vorsicht ist geboten: Neben tödlichen Widersachern gilt es auch allerlei Geschicklichkeitspassagen zu überstehen.

Sollte man dennoch in den endgültigen Tod stürzen oder von einem bestialischen Gegner in die ewigen Jagdgründe geschickt werden, hängt es wohl vom Spielfortschritt ab, wie frustriert man den Neuanfang angehen wird. Die Kampagne soll laut den Entwicklern sechs bis acht Stunden in Anspruch nehmen. Mit dieser strengen Designentscheidung wollen die kreativen Köpfe des Schöpfers Ninja Theory jedenfalls den persönlichen Einsatz erhöhen und Spieler dazu bringen, die individuelle Herangehensweise bei jedem Scheitern genau zu überdenken.

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So spielt sich "Hellblade"

Nervenkitzel oder Frust?

Die Entwickler ließen sich dabei offensichtlich von Hardcore-Rollenspielen wie "Dark Souls" inspirieren, in denen Spieler sämtlich noch nicht für Upgrades eingetauschten Punkte verlieren, sollten sie niedergestreckt werden. Mit "Hellblade" wird ein derartiges Bestrafungssystem auf ein deutlich kürzeres, story-getriebenes Game umgelegt. Ob dies Spielern letztendlich im positiven Sinne einen größeren Nervenkitzel beschert oder sie bis zur Aufgabe frustriert, bleibt abzuwarten.

Den ersten Testberichten zufolge, wurde das System allerdings durchaus mit Rücksicht auf unerfahrenere Spieler implementiert. "Wir haben uns in unserem Test zuweilen sehr doof angestellt und starben während der acht Spielstunden etwa zehn Mal, und es war noch genug Luft zwischen verrottender Verdammnis und Senuas Kopf. Und trotzdem: Mit diesem Wissen um die Vergänglichkeit der Hauptfigur und damit des Spielfortschrittes wird jeder Kampf, jedes Duell, jeder Angriff zu einem Risiko, das uns immer wieder angespannt an die Sitzkante fesselt", schreibt etwa das Magazin Gamepro. (zw, 8.7.2017)

"Hellblade: Senua's Sacrifice" ist ab 18 Jahren für PC und PS4 erschienen. UVP: 29,99 Euro.

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