New Yorks Bürgermeister will U-Bahn-Steuer von Superreichen

    7. August 2017, 19:47
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    Bill de Blasio würde gerne die U-Bahn sanieren und dafür die Wohlhabenden anzapfen

    New York – Der Bürgermeister von New York will von Menschen mit einem Jahreseinkommen über 500.000 Dollar (420.000 Euro) eine höhere Einkommensteuer einheben, um die U-Bahn zu sanieren. Die von der Stadt eingehobene Einkommensteuer solle dazu von 3,876 Prozent auf 4,41 Prozent steigen, schlug Bill de Blasio am Montag vor.

    Mit der Einnahme könnten auch Ermäßigungen für Busse und U-Bahn-Fahrten für die ärmsten 800.000 Einwohner der Stadt finanziert werden, hofft de Blasio.

    Der Bürgermeister von New York ist im Streit mit dem Gouverneur des Staates New York, Andrew Cuomo, wer für die verfallende U-Bahn verantwortlich sei. Das ausgedehnteste U-Bahn-System der USA leidet unter steigenden Verspätungen. Zuletzt waren ein Drittel der Züge verspätet.

    Mehr Geld für Sanierung

    Der Staat New York kontrolliert die Metropolitan Transportation Authority, das Unternehmen, das die U-Bahn betreibt, der Gouverneur kann daher, wie bereits vorgekommen, ohne Rücksprache mit dem Bürgermeister die U-Bahn schließen. Eigentümerin der U-Bahn ist allerdings die Stadt. Deshalb pocht der Gouverneur darauf, dass die Stadt mehr Geld für die Sanierung aufbringt.

    Der Demokrat de Blasio hofft mit seinem Plan 2018 zusätzliche 700 Millionen Dollar für die U-Bahn und die städtischen Busse aufbringen zu können. Betroffen wären rund 32.000 der wohlhabendsten Bürger von New York. Allerdings müsste der republikanisch dominierte Senat von New York zustimmen, der gegen Steuererhöhungen ist.

    Während die Nutzer des öffentlichen Verkehrssystems rund sechs Milliarden Dollar einzahlen, schießt die Stadt 1,6 Milliarden Dollar für den laufenden Betrieb zu. Außerdem hat die Stadt zwei Milliarden Dollar für Investitionen zugesagt, der Staat rund 9,3 Milliarden Dollar. Die Metropolitan Transportation Authority hat einen langfristigen Investitionsplan, der Ausgaben von 32,5 Milliarden vorsieht. (APA, Reuters, 7.8.2017)

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