Austria kritisiert Wortmeldungen der Rapid-Spieler

7. August 2017, 17:20
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Sportdirektor Wohlfahrt über Fan-Ausschreitungen im Allianz-Stadion: "Da ist natürlich auch die Bundesliga gefragt"

Wien – Nach den Vorfällen im Wiener Fußball-Derby hat die Austria zu "deplatzierten" Aussagen aus dem Rapid-Lager Stellung genommen. "Aussagen wie jene von den Rapid-Spielern sind meines Erachtens sehr gefährlich, denn damit unterstützen sie das Verhalten ihrer Fans, und das fördert bei der nächstbesten Szene regelrecht einen Spielabbruch", sagte Sportdirektor Franz Wohlfahrt in einer Stellungnahme.

Darin führte die Austria nach dem Spiel getätigte Aussagen der Rapid-Profis Mario Sonnleitner ("In Wahrheit ist nichts passiert") und Louis Schaub ("Wenn man provoziert, darf man sich nicht wundern, wenn dann mal ein Feuerzeug fliegt") an.

Austria sieht Täter-Opfer-Umkehr

Dass Raphael Holzhauser aus grün-weißer Sicht als Schuldiger für die Tumulte ausgemacht wurde, sorgte bei den Violetten für Stirnrunzeln. "Man muss sehr vorsichtig sein, denn am Sonntag wurde Raphael Holzhauser vom Opfer zum Täter gemacht, und das werden wir nicht akzeptieren", sagte Vorstand Markus Kraetschmer.

Nicht deeskalierend sei auch das Verhalten von Rapid-Routinier Steffen Hofmann gewesen. Mehr als fragwürdig war aus Austria-Sicht auch das Verhalten eines Ordners, der Holzhauser vor der Ausführung des Eckballs "verbal aggressiv attackierte".

Kraetschmer hielt fest, dass die Mehrheit der Rapid-Anhänger mit Gewalt nichts am Hut habe, eine kleine Gruppe könne aber alles zum Kippen bringen. Deutlicher wurde Wohlfahrt. "Wir befinden uns dann in einem Bereich, wo wir uns nicht wundern dürfen, wenn wirklich etwas Schwerwiegendes passiert", sagte der Ex-Teamtorhüter, der auch die Liga in die Pflicht nahm: "Da ist natürlich auch die Bundesliga gefragt. Würde das in einem Uefa-Bewerbsspiel passieren, dann gibt es mit Sicherheit eine Sektor- oder Stadionsperre." (APA, 7.8.2017)

  • Dominik Prokop und Raphael Holzhauser brachten die Wende. Sehr zum Unmut der Rapid-Fans.
    foto: apa/neubauer

    Dominik Prokop und Raphael Holzhauser brachten die Wende. Sehr zum Unmut der Rapid-Fans.

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