Doping: Versehentlich das Medikament der Mutter verspeist

    7. August 2017, 16:29
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    Die einstige French-Open-Finalistin Sara Errani lieferte einen positiven Test ab und wurde für zwei Monate gesperrt

    Rom – Der internationale Tennisverband (ITF) bestätigte am Montag die positive Dopingprobe von Sara Errani und suspendierte die Italienerin für zwei Monate, beginnend mit 3. August. Errani habe am 16. Februar bei einem Test außerhalb eines Wettkampfes eine auf den Aromatasehemmer Letrozol positive Probe abgeliefert.

    Bereits im April habe die aktuelle Nummer 98 im WTA-Ranking den Verstoß zugegeben. Im Juli sei eine Anhörung vor einem unabhängigen Gremium erfolgt, dieses habe nun die Zwei-Monatssperre verhängt und entschieden, alle Resultate zwischen 16. Februar und 7. Juni, dem Datum ihres folgenden und negativen Tests, zu streichen. Dies bedeute einen Verlust der Preisgelder ebenso wie der Weltranglistenpunkte.

    Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Brustkrebs verwendet, dient allerdings auch zur Verschleierung der Einnahme von illegalen Substanzen. Vergangenes Jahr war auch der italienische Ruderer Niccolo Mornati der Einnahme derselben Substanz überführt und für vier Jahre gesperrt worden. Nach einer erfolgreichen Berufung wurde der Bann auf zwei Jahre reduziert.

    Wie das Urteil näher ausführt, habe Errani bei der Anhörung erklärt, irrtümlich das Krebs-Medikament ihrer Mutter eingenommen zu haben. Errani vermutete, eine der Tabletten, die nahe der Küchenarbeitsplatte aufbewahrt worden seien, sei in eine von ihr zubereitete Mahlzeit gefallen.

    Das Tribunal erklärte die Angaben Erranis für "absolut glaubwürdig" und kam zum Schluss, dass kein schwerer Fehler bzw. keine schwere Fahrlässigkeit vorliege. Errani sei zudem unbescholten und habe glaubhaft versichern können, ansonsten sehr sorgfältig Vorkehrungen zu treffen, um die Anti-Doping-Bestimmungen einzuhalten.

    "Ich habe nie in meinem Leben und nie in meiner Karriere verbotene Substanzen eingenommen", schrieb die Tennisspielerin auf ihrer Facebook-Seite. (APA; 7.8.2017)

    • Sara Errani: "Ich habe nie in meinem Leben und nie in meiner Karriere verbotene Substanzen eingenommen".
      foto: reuters/fuentes

      Sara Errani: "Ich habe nie in meinem Leben und nie in meiner Karriere verbotene Substanzen eingenommen".

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