Gold auch für Nicht-Politiker: Richtlinien für Kärntner Landesorden werden geändert

    7. August 2017, 13:59
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    Nach Wirbel um Auszeichnung für Peter Handke "nur" in Silber

    Klagenfurt – Die Verleihung des Kärntner Landesordens "nur" in Silber für den Schriftsteller Peter Handke hat in den vergangenen Wochen für viele Debatten gesorgt. Nun hat Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) angekündigt, dass die Verleihung von Ehrenzeichen neu geregelt wird. Bisher sind nämlich Landesorden in Gold Politikern vorbehalten.

    Die Regelung stamme aus dem Jahr 1993, man habe sich bei dem – einstimmig erfolgten – Regierungsbeschluss an die gesetzlichen Richtlinien gehalten. Dass der goldene Landesorden bisher üblicherweise Politikern vorbehalten war, sei laut Kaiser ein Versäumnis der Vergangenheit. "Wir waren bis dato mit dem Aufräumen von noch größeren Problemfeldern beschäftigt, so dass die Richtlinien zur Ordensverleihung bis dato nicht oberste Priorität genossen."

    Neue Auszeichnung Handkes noch offen

    Er habe bereits den Auftrag erteilt, eine Evaluierung der nicht mehr zeitgemäßen Richtlinien und Bestimmungen über die Ordensvergabe durchzuführen und sich dabei auch die Ordensverleihungen in anderen Bundesländern genau anzuschauen, meinte Kaiser in einer Aussendung. Sobald der dementsprechende Änderungsakt verfasst sei, werde er dem Regierungskollegium vorgelegt werden. Dies soll jedenfalls noch im September erfolgen.

    Damit sind dann die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auch Künstler die höchste Auszeichnung des Landes erhalten. Ob und wann Handke für den Landesorden in Gold vorgeschlagen wird, steht aber noch nicht fest. (APA, 7.6.2017)

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