Spionageangst: US-Militär verbietet Nutzung chinesischer Drohnen

    7. August 2017, 11:25
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    Interner Bericht spricht von "Risiko" durch mögliche Übertragung sensibler Daten bei DJI-Drohnen

    Die Drohnen von DJI erfreuen sich nicht nur im Consumer-Bereich großer Beliebtheit, auch das US-Militär setzt die vergleichsweise billige Hardware immer wieder für kleinere Missionen ein. Von bisher mehr als 300 solchen Einsätzen ist laut einem aktuellen Bericht die Rede. Nun soll mit all dem aber Schluss ein.

    Verbot

    Das US-Militär hat die Nutzung von DJI-Drohnen untersagt. Grund dafür ist eine im Mai vom Army Research Lab in Maryland vorgenommene Studie, die vor potentiellen Risiken des Einsatzes der Consumer-Hardware warnt.

    Was man damit konkret meint, wird zwar nicht ausgeführt, laut Arstechnica dürften die MIlitärs aber Angst davor haben, dass die aus China stammenden Drohnen für Spionage genutzt werden könnten. Immerhin könnte so einen DJI-Drohne theoretisch Standortdaten sowie Audio und Video an Dritter übertragen.

    Vorgeschichte

    Einen Beleg dafür, dass dies auch passiert, liefert man nicht. Allerdings stand DJI bereits in der Vergangenheit wegen angeblicher Privacy-Verstöße in der Kritik. Damals hieß es von seiten DJIs, dass man keinerlei Daten ohne Zustimmung der Nutzer übertrage. Ein Zugriff auf Live-Videos durch Dritte sei auch technisch gar nicht möglich.

    Auch jetzt zeigt sich DJI überrascht und nach eigenen Worten "enttäuscht" von der Entscheidung. Man werde gerne mit dem US-Militär zusammenarbeiten, um sämtliche Bedenken auszuräumen. (red, 7.8.2017)

    • Artikelbild
      foto: dji
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