Südkoreanische Ankläger fordern zwölf Jahre Haft für Samsung-Erben

    7. August 2017, 09:05
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    Lee soll von Skandal um Ex-Präsidentin profitiert haben

    Im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye hat die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Haft für den Erben des Großkonzerns Samsung beantragt. Lee Jae Yong, der derzeit als Vizepräsident von Samsung Electronics amtiert, sei der "ultimative Begünstigte" der Straftaten in dem Skandal gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Montag.

    Sieben bis zehn Jahre für Mitangeklagte gefordert

    Für drei Mitangeklagte forderte sie Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren. Lee soll Geld an dubiose Stiftungen gezahlt haben, um sich die Gunst der inzwischen abgesetzten Präsidentin Park zu sichern. Davon habe er sich auch Unterstützung für eine Unternehmensfusion im Jahr 2015 erhofft, argumentierte die Anklage.

    Lee Jae Yong ist der einzige Sohn von Samsung-Chef Lee Kun Hee. Seit dieser 2014 einen Herzinfarkt erlitten hatte, nimmt Lee Jae Yong die wichtigsten Führungsaufgaben in dem Konzern wahr. Die Vorwürfe wies er zurück.

    Der früheren Präsidentin wird vorgeworfen, namhafte südkoreanische Unternehmen unter Druck gesetzt zu haben, damit diese hohe Summen an Stiftungen aus ihrem Umfeld zahlen. Sie steht inzwischen selbst wegen Korruption vor Gericht. Von den Prozessen gegen Park und mehrere Wirtschaftsführer erhoffen sich die Ermittler auch Erkenntnisse über das komplexe Geflecht von Politik und Wirtschaft in Südkorea. (APA/AFP, 7.8.2017)

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