Android 8.0 "Oreo" veröffentlicht: Alle Highlights im Test

    21. August 2017, 20:47
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    Neue Betriebssystemgeneration fokussiert auf Basisverbesserungen, bringt aber auch einige neue Features

    Auf Nougat folgt Oreo: Ein Jahr nach der Freigabe des letzten großen Upgrades hat Google mit Android 8.0 nun eine neue Generation des eigenen Betriebssystems veröffentlicht. Was sich dabei an der Softwarebasis getan hat – und das ist eine ganze Menge – haben wir bereits in einem ausführlichen Hintergrundartikel zusammengefasst. Insofern soll sich der folgende Artikel ganz auf die für die Nutzer wirklich sichtbaren Änderungen konzentrieren.

    Benachrichtigungen

    Wie schon in der Vorgänger-Releases hat auch dieses Mal wieder der Benachrichtigungsbereich einen Schwerpunkt der Entwicklung dargestellt. Die wichtigste Neuerung: Mit den "Notification Channels" können App-Entwickler nun unterschiedliche Arten an Benachrichtigungen voneinander trennen. Die User können für jeden dieser Kanäle wiederum einzeln einstellen, wie mit entsprechenden Notifications verfahren werden soll, also etwa festlegen, ob Benachrichtigungen mit oder ohne Tonausgabe erfolgen sollen – oder gleich ganz ausgeblendet werden.

    foto: andreas proschofsky / standard
    Android 8.0 hat den Codenamen "Oreo" verpasst bekommen.

    Ein besonders exzessives Beispiel dieser Channel-Nutzung liefert Google Maps, hier werden den Nutzern mehr als 30 solcher Kanäle dargeboten. Wer will kann damit dann beispielsweise Informationen über populäre Orte komplett ausblenden, und sich dafür Transit-Informationen sogar mit Tonwiedergabe signalisieren lassen. Auch ob das Smartphone bei einer eingehenden Benachrichtigung vibrieren oder ein LED-Licht leuchten soll, und ob die Anzeige am Lock Screen erfolgen soll, lässt sich über die Notification Channels individuell festlegen. Eine Vielfalt an Optionen, die Interessierten mächtige Einstellungsmöglichkeiten an die Hand gibt, die andere User aber schlicht überfordern könnte. Letztere können all diese Feinadjustierung aber natürlich einfach ignorieren und auf die Voreinstellungen der App-Anbieter vertrauen.

    Die Notification Channels sind für sämtliche Apps verpflichtend, die Android 8 als Zielversion für die Entwicklung genutzt haben. Da dies natürlich noch längst nicht alle tun, ergibt sich wieder einmal eine gewisse Inkonsistenz – und leider auch ein negativer Nebeneffekt. Für ältere Apps gibt es nun nämlich gar keine Prioritätseinstellungen mehr.

    Snooze

    Eine uneingeschränkt begrüßenswerte Neuerung ist hingegen die Snooze-Funktion: Mit dieser können Benachrichtigungen für eine bestimmte Zeit (15, 30, 60 oder 120 Minuten) aus dem Blick geschoben werden, nach Ablauf der Frist tauchen sie dann selbsttätig wieder im Benachrichtigungsbereich auf. Für die Zukunft bliebe allerdings noch zu wünschen, dass diese Zeiten flexibler ausgewählt werden können, also etwa Benachrichtigungen nach dem Aufstehen am folgenden Morgen wieder eingeblendet werden. Oder auch, dass die Snooze-Funktion ortsabhängig funktioniert, wie es bei manch anderen Google-Apps schon jetzt möglich ist.

    android
    Die Ankündigung des Codenamens.

    Notification Dots

    Ihr Debüt geben mit Android 8 auch die "Notification Dots": Diese signalisieren direkt beim App-Icon, ob eine zum jeweiligen Programm gehörige Benachrichtigung vorhanden ist. Eine Anzahl verrät man dabei allerdings nicht, weil man laut Google "die Nutzer nicht stressen will". Stattdessen gibt es nur einen kleinen Punkt, dessen Farbe automatisch anhand des App-Icons gewählt wird. Doch damit nicht genug: Über einen Langdruck auf das Icon werden die zur App gehörigen Benachrichtigungen nun auch an dieser Stelle angezeigt. Im Test nähren sich schnell Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung. Immerhin wird damit im Endeffekt der Zugriff auf die Notifications gedoppelt, eine klare Design-Linie sieht anders aus. Wer sich mit diesem System so gar nicht anfreunden kann, kann die Notification Dots allerdings wahlweise global oder auch einzeln für jede App deaktivieren.

    Hübsche Media Notifications

    Darüberhinaus bringt Android 8.0 einigen optischen Feinschliff für den Benachrichtigungsbereich. Der auffälligste davon: Media Notifications erscheinen nun bunt, dies sieht auf den ersten Blick sehr gefällig aus, bei mehreren parallel angezeigten Benachrichtigungen diese Art kann das aber auch schon mal überladen wirken. Ebenfalls neu ist, dass Notifications mit niedriger Priorität jetzt kleiner als andere dargestellt werden. In diese Kategorie fällt übrigens auch eine neue Art von Benachrichtigung, die über das Laufen von Hintergrunddiensten informiert – dazu aber mehr im Artikel über die Basisänderungen bei Android 8.

    Der Langdruck auf ein Icon (mit einem passenden Launcher) gibt nun auch Zugriff auf App-Infos und Widgets. Die Apdative Icons ermöglichen die Form der Icons zu verändern.

    Icons

    Unter dem Namen "Adaptive Icons" verpasst Google der Icon-Darstellung unter Android eine neue Grundlage. Dabei verfolgt man mehrere Ziele: Einerseits sollen die Icons über Animationen visuell ansprechender werden, andererseits ist das Ganze so ausgelegt, dass Dritthersteller die Icons in unterschiedliche Formen passen können, um hier einen individuellen Look zu erhalten – und zwar ohne, dass sie die Icons selbst anpassen müssen, wie es bisher viele OEMs machen. Beim eigenen Pixel Launcher erlaubt Google seinen Nutzern denn auch gleich, zwischen verschiedenen Icon-Formen zu wählen – vom klassischen runden Stil über ein Design mit abgerundeten Ecken bis zum Teardop-Look. Von den eingangs erwähnten Animationen ist hingegen in den aktuellen Versionen noch nichts zu sehen, eventuell behält man sich das für die Präsentation neuer Geräte im Herbst vor.

    Shortcuts

    Ebenfalls als neu führt Google die Möglichkeit Shortcuts und Widgets zu "pinnen", wer gut aufgepasst hat, weiß aber, dass es einiges davon schon seit Android 7.1 gibt. Wie dem auch sei: Über dieses Feature ist es nun möglich solche Shortcuts über einen Langdruck auf das Icon anzuzeigen und anschließend auf den Homescreen zu ziehen. Auch Apps können nun die Erstellung solcher Shortcuts ihren Nutzer gezielt anbieten. Wirklich neu ist hingegen das erweiterte Menü, wenn lange auf ein App-Icon gedrückt wird. Gibt es hier doch jetzt auch einen Schnellzugriff auf die App-Infos sowie die zugehörigen Widgets.

    Alles neue bei den Emojis

    Mit Android 8 spendiert Google seinen eigenen Emojis ein komplettes Redesign, mehr als 2.000 Stück wurden dafür neu gestaltet. Das Design ist nun näher an jenem von anderen Plattformen, was hilft Missverständnisse zu vermeiden. Gleichzeitig verlieren die Android-Emojis aber auch merklich an Charakter und Eigenständigkeit, die "Blobs" gehören also der Vergangenheit an. Parallel dazu wird der Emoji-Support auf Unicode 10 bzw. Emoji 5 aktualisiert, infolge gibt es wieder einige neue Emojis – vom sich übergebenden Smilie bis zum Zombie.

    Einige der neuen Emojis in Android 8.0.

    Ein bekanntes Problem unter Android: Unterschiedliche Plattformversionen unterstützen ein stark variierendes Set an Emojis, womit neue Grafiken oft bei älteren Geräten nicht korrekt angezeigt werden. Dies versucht Google über eine neue Support-Bibliothek auszuräumen: Mittels dieser können Entwickler das jeweils aktuellste Emoji-Set in ihre Apps einbinden, und werden so von Betriebssystem-Updates unabhängig.

    Freilich erzeugt es einen nicht zu unterschätzenden Overhead, wenn plötzlich sämtliche Apps alle Emojis selbst mitliefern. Derzeit sei das aber das beste, was man anzubieten habe, gesteht Google ein. Der immer wieder in Spiel gebracht Vorschlag die Emojis einfach über den Play Store – oder die Google Play Services – aktualisierbar zu machen, sei nicht umsetzbar. Immerhin seien Emojis ein Bestandteil von Schriftarten, und diese laufen aus logischen Gründen in allen Apps mit sehr hohen Berechtigungen. Diese ohne Systemupdate aktualisierbar zu machen, hieße also, sich nicht zu unterschätzende Sicherheitsprobleme einzufangen.

    Schnelleinstellungen

    Diverse Überarbeitungen hat Google an den "Quick Settings" vorgenommen. So sind nun etwa die Icons für den Zugriff auf die Systemeinstellungen sowie den User-Wechsel unterhalb der Benachrichtigungen platziert, was sie mit einer Hand leichter zu erreichen macht. Die auffälligste visuelle Änderung ist aber, dass die Quick Settings nun in einem hellen Theme gehalten sind – was wohl in die Kategorie "Geschmackssache" fällt.

    Der neue Stil der Media Notifications (links) ist sehr bunt gehalten. Die Schnelleinstellungen wurden in Android 8.0 (Mitte) auch von der Aufteilung her leicht gegenüber Android 7.1 (rechts) überarbeitet.

    Aber es gibt auch wieder eine kleine Interaktionsänderung: Der Zugriff auf erweiterte Funktionen im Schnelleinstellungsbereich – etwa um schnell das WLAN zu wechseln – ist nun ausschließlich über den Text unter dem Icon möglich. Das Vorhandensein einer solchen Option wird über einen kleinen Pfeil neben dem Text symbolisiert. Diese Korrektur erscheint durchaus logisch, auch wenn es etwas bedenklich stimmt, wie oft Google in den letzten Versionen jetzt schon grundlegende Interaktionsprinzipien an dieser Stelle verändert hat. Uneingeschränkt positiv fallen hingegen andere, kleinere Design-Änderungen auf: So wird nun etwa der Akkuladestand beim Herunterziehen des Benachrichtigungsbereichs gleich auch als Prozentzahl angegeben. Zudem gibt es eine nett gemachte Animation, die die auf den ersten Blick zu sehenden Mini-Icons in die kompletten Benachrichtigungs-Icons übergehen lässt.

    Reorganisation der Einstellungen

    Einer kompletten Neugestaltung hat man hingegen die eigentlichen Systemeinstellungen unterzogen. Google hat dafür alle bisherigen Einträge neu – und vor allem deutlich logischer und übersichtlicher – sortiert. Gut mitgedacht ist, dass gewisse Einstellungen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen, nun an mehreren Stellen verfügbar sind. Zwei der zentralen Bereiche wurden dabei auch grafisch neu gestaltet: Da wären einmal die Storage Settings, die sich jetzt darauf konzentrieren, darzustellen, welche Kategorie von Apps wie viel Speicherplatz verbraucht, um dann ein rasches Aufräumen zu ermöglichen.

    Auch die Akkuinfos wurden mit dem Fokus, den Nutzern Eingriffsmöglichkeiten an die Hand zu geben, redesignet. So stehen etwa die Optionen für Battery-Saver-Modus oder auch die automatische Helligkeitsanpassung und das Display Timeout an oberster Stelle. Zudem gibt es über die Liste der akkuhungrigsten Apps einen schnellen Zugriff auf die Möglichkeit, diesen die Nutzung von Hintergrunddiensten zu untersagen. All das ist deutlich übersichtlicher als in früheren Android-Versionen, ein paar Detailinfos sind dadurch aber auch verloren gegangen – etwa zu Wakelocks oder Netzwerkverbindungen.

    Eine hilfreiche Neuerung ist, dass der WLAN-Support jetzt automatisch in der Nähe von hochqualitativen, viel genutzten Netzwerken – also üblicherweise zuhause oder in der Arbeit – aktiviert werden kann. Dadurch kann das WLAN unterwegs bei Bedarf abgeschaltet werden, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass man später darauf vergisst, es wieder zu aktivieren.

    Die Einstellungen wurden neu organisiert. Ein komplettes Redesign gab es dabei für die Bereiche Storage und Akku.

    Keinen passenden Platz scheint man für die Speicherinformation gefunden zu haben, diese sind nun nämlich in den Entwicklereinstellungen versteckt. An einigen Stellen wirkt das Redesign auch noch etwas unfertig beziehungsweise wie ein recht liebloses Liste an Textoptionen. Ganz allgemein stellt sich natürlich die Frage, wie viele Hersteller die Googleschen Systemeinstellungen überhaupt übernehmen werden, ist das doch ein Bereich, den bislang sehr viele OEMs komplett neu erstellen.

    Autofill

    Deutliche Verbesserungen für Passwort-Manager und Co. verspricht die neue Autofill API, mit der nun eine systemweite Schnittstelle für solche Dienste geschaffen wird. Bisher mussten Passwort-Manager zu eher unschönen Tricks mit eigentlich für den Bereich Barrierefreiheit gedachten Funktionen greifen. Die neue Lösung ist im Vergleich nicht nur sicherer sondern auch flotter.

    Themes

    Android 8 bringt darüber hinaus erste Anfänge eines Theme-Supports: Google greift hierbei zu System Runtime Resource Overlay (RRO) und damit zu einer Sony-Entwicklung. Derzeit steckt das aber alles noch in den Kinderschuhen. Die Grundlagen sind mit Android 8 zwar gelegt, allerdings fehlen noch Schnittstellen, um zu garantieren, dass Apps Themes korrekt unterstützen, also beispielsweise immer ein lesbarer Kontrast vorhanden ist. Langfristig hofft der Android-Hersteller hiermit seinen Partnern einen weiteren Ansatzpunkt zur Individualisierung zu liefern, ohne dass diese gleich das halbe System ummodeln müssen – wie es bisher nur allzu oft der Fall ist.

    Bild-in-Bild

    Bisher Android TV (und den Android-Versionen von Drittherstellern) vorbehalten, gibt es nun auch im Google Android für Smartphones und Tablets Bild-in-Bild-Support. Die Umsetzung ist dabei recht einfach gehalten: Kehrt der Nutzer auf den Homescreen oder eine andere App zurück während eine Video abgespielt wird, wird der Clip als Miniaturbild über das restliche Geschehen geblendet – und das bleibt auch so, wenn eine andere App aufgerufen wird. Das betreffende Fenster kann frei verschoben werden, die Größe lässt sich hingegen nicht verändern. Allerdings wird die Anzeige bei einem Touch darauf etwas größer, und es werden Navigationselemente zum Anhalten des Videos oder zum Wechsel auf den nächsten Clip eingeblendet. Die größte Einschränkung dabei: Apps müssen Bild-in-Bild gezielt unterstützen. Bisher tun dies unter anderem Chrome, VLC und Googles Videochat-App Duo. Bei Youtube klappt das ganze derzeit hingegen nur mit einem Youtube-Red-Account – und auch nur in den Ländern in denen dieser Service offiziell verfügbar ist. Etwas seltsam ist derzeit auch die Umsetzung in Chrome, wird dort der Bild-in-Bild-Support doch nur aktiviert, wenn sich das abgespielte Video zuvor im Fullscreen-Modus befand.

    Bild-in-Bild funktioniert nun auch auf Smartphones und Tablets.

    Smarte Funktionen

    Besonders spannend klingen zwei weitere Neuerungen, für die Google auf die Möglichkeiten des Maschinenlernens zurückgreift: Mit "Smart Sharing" soll das Betriebssystem künftig automatisch anhand des jeweiligen Inhalts die richtige App zum Teilen vorschlagen. Das sieht dann etwa so aus, dass bei einem Foto einer Rechnung automatisch eine Abrechnungs-App vorgeschlagen wird. Bei einem Selfie wird hingegen Social-Media-Apps der Vorzug gegeben.

    Ähnlich schlau verhält es sich mit der "Smart Text Selection": Deren Ziel ist es zusammengehörige Textpassagen – etwa Adressen oder Telefonnummern – zu erkennen, um sie dann bei einem Doppel-Touch darauf gleich komplett auszuwählen. Auch hier soll gleich die passende App zum Weiterleiten dargereicht werden. Derzeit ist beides allerdings noch blanke Theorie, auf aktuellen Geräten lässt sich all dies jedenfalls noch nicht nutzen.

    Reichlich kontroversiell sind die Änderungen an der Darstellung des Ambient Display auf aktuellen Google-Geräten. Bieten diese doch nur mehr kurz den gesamten Inhalt einer eingehenden Benachrichtigung. Wer hingegen später versucht, mit dem gewohnten Doppel-Touch auf das Display den stromsparenden Infoüberblick zu erhalten, sieht nur mehr eine Minimalübersicht – und keinerlei Inhalte. Im Gegensatz zum bei Android 7 genutzten System ist das ein deutlicher Rückschritt, insofern bleibt unklar, warum Google das so ausliefert.

    Vermischtes

    Und dann gibt es natürlich noch eine Fülle von Detailverbesserung: So können die Navigationsknöpfe nun auf hellem Hintergrund automatisch dunkel dargestellt werden. Die Download-App hat jetzt – optional – Zugriff auf die gesamten lokalen Daten, und beim Nachtmodus lässt sich jetzt die Intensität der Verfärbung einstellen. Leichte Design-Anpassungen gab es zudem am Lock Screen.

    Android TV

    Neben den Ausgaben für Smartphones und Tablets gibt es Android aber auch noch für Fernseher. Und hier gibt es tatsächlich größere Änderungen zu berichten. So wurde der Homescreen von Android TV komplett neu gestaltet, so dass das Geschehen nun nach Kanälen organisiert ist. Die Sortierung können die User dabei selbst bestimmen, zudem gibt es ganz oben Platz für neue Episoden gerne gesehener Fernsehserien oder um das Betrachten von Filmen fortzusetzen. Auch eine individuell gestaltbare Liste favorisierter Apps ist hinzugekommen.

    grafik: google
    Der neue Homescreen von Android TV.

    Fazit

    In Summe halten sich die wirklich sichtbaren Änderungen von Android 8.0 in engen Grenzen, und auch bei dem was da ist, ist nicht alles unumstritten. Der wirkliche Star der neuen Betriebssystemgeneration sind aber ohnehin die massiven Umbauten unter der Haube, die deutliche Verbesserungen in Hinblick auf Akkuverbrauch, Performance, Sicherheit sowie die Auslieferung von Updates versprechen. Google hat sich für Android 8 fast zur Gänze auf diese "Vitals" konzentriert, dass in direkter Folge die User-sichtbaren Änderungen dieses Mal etwas geringer ausfallen, kann insofern getrost verkraftet werden. Zumal natürlich auch nicht vergessen werden darf, dass die Auslagerung praktisch aller mitgelieferten Apps in den Play Store ohnehin dazu führt, dass viele Neuerungen, die bei anderen Betriebssystem Teil großer OS-Updates sind, unter Android über das ganze Jahr verteilt vorgenommen werden.

    Update-Start

    Die Veröffentlichung von Android 8.0 bedeutet zunächst einmal vor allem die Freigabe des Source Codes, auf dessen Basis nun Dritte eigene Android-Varianten erstellen können. Zudem sollen aber auch in Kürze die Updates für all die aktuell noch unterstützten Geräte aus Googles eigener Entwicklung folgen. Konkret gehören Pixel, Pixel XL, Pixel C, Nexus 5X, Nexus 6P und Nexus Player zu dieser illustren Runde. Für Teilnehmer des Beta-Programms hat Google bereits mit der Auslieferung der neuen Version begonnen, wobei das Image für das Pixel XL allerdings fehlerhaft zu sein scheint. Neue Factory Images gibt es ebenfalls bereits – wenn auch noch an einem ungewohnten Ort.

    Flottere Updates bei anderen Herstellern

    Zudem spricht Google aber auch von einer engen Kooperation mit zahlreichen Hardwareherstellern, die dafür sorgen soll, dass Android "Oreo" noch vor Ende des Jahres via Upgrade -oder bei neuen Geräten vorinstalliert – auf deren Geräte kommt. Konkret nennt Google hier Essential, General Mobile, HMD Global (Nokia), Huawei, HTC, Kyocera, LG, Motorola, Samsung, Sharp und Sony als Partner. Details zu konkreten Modellen nennt man allerdings nicht. Sollte sich diese Behauptung bewahrheiten, könnte sich Android 8.0 deutlich schneller verbreiten als seine Vorgänger. (Andreas Proschofsky, 21.8.2017)

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