Schlagobersspender explodiert: Eine Million Euro Schmerzensgeld

6. August 2017, 12:23
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Eine 30-Jährige Französin erlitt bei Unfall schwerste Verletzungen und ist nun arbeitsunfähig

Montauban – Ein französisches Gericht hat einer jungen Frau eine Million Euro Schmerzensgeld zugesprochen, weil sie durch die Explosion eines Schlagobersspenders schwer verletzt wurde.

Der Importeur der mit Druckluft betriebenen Sprühdosen und der Versicherungskonzern Axa müssen für den Unfall geradestehen, wie aus dem am Samstag veröffentlichten Urteil des Gerichts in Montauban hervorgeht.

Ungewöhnlich hohe Klagesumme

Die Schmerzensgeldsumme ist für französische Zivilklagen ungewöhnlich hoch. Die damals 30-jährige Frau erlitt durch den Unfall im Dezember 2013 schwerste Schädelverletzungen und eine Gehirnblutung, außerdem wurde ihr Gesicht teilweise entstellt. Plastischen Chirurgen gelang es jedoch, die Folgen des Unfalls so gut wie unsichtbar zu machen, wie ihre Anwältin sagte.

Dennoch lebe ihre Mandantin nun mit gravierenden Einschränkungen, daher sei die hohe Summe von 1,09 Millionen Euro gerechtfertigt: Sie könne nicht mehr arbeiten und habe ihren Geschmacks- und Geruchssinn eingebüßt.

Kein Einzelfall

Ende Juni war in Frankreich eine Frau bei der Explosion ihres Schlagobersspenders ums Leben gekommen. Der obere Teil der Sprühdose knallte der 33-Jährigen in ihrem Haus nahe der ostfranzösischen Stadt Mülhausen gegen die Brust. Die Frau, eine bekannte Fitness-Bloggerin, wurde schwer verletzt und starb kurze Zeit später. (APA/AFP, 6.8.2017)

  • Schlagobersspender, die unter Druck stehen, sind eine –sehr seltene – Gefahrenquelle.
    foto: ap / melissa d'arabian

    Schlagobersspender, die unter Druck stehen, sind eine –sehr seltene – Gefahrenquelle.

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