Türkei verlegt Artillerie an syrische Grenze

5. August 2017, 16:01
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Konfrontation mit Kurdenmilizen befürchtet

Ankara – Die Türkei hat einem Agenturbericht zufolge ihre Militärpräsenz an der südlichen Grenze zu Syrien verstärkt. In der Nacht zum Samstag seien sechs Haubitzen, Panzer und Militärfahrzeuge in die Provinz Kilis verlegt worden, meldete die Nachrichtenagentur Dogan.

Kilis grenzt an die von Kurden kontrollierte syrische Region Afrin. In den vergangenen Wochen gab es nach kurdischen Angaben immer wieder Granat- und Artilleriebeschuss zwischen der türkischen Armee und den kurdischen Streitkräften und deren Verbündeten in der Region.

Türkische Haubitze in Kilis

Eine offizielle Stellungnahme von Regierung oder Militär gab es zunächst nicht. Die Türkei betrachtet die kurdische YPG-Miliz in Syrien als verlängerten Arm der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die seit Jahrzehnten für Autonomie kämpft. Die Regierung hat erklärt, sie plane keinen Krieg gegen die YPG, aber die Streitkräfte seien in der Lage, auf jeden Übergriff von syrischer Seite aus zu reagieren. (Reuters, 5.8.2017)

  • Türkische Truppen an der syrischen Grenze (Archivbild vom 29. August 2016)
    foto: ap/ismail coskun/iha

    Türkische Truppen an der syrischen Grenze (Archivbild vom 29. August 2016)

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