Tinder meets Chatroulette: Diese App ist der neueste Hit unter Teenagern

4. August 2017, 16:47
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Monkey bringt Nutzer zusammen und lässt sie zehn Sekunden Videochatten – Maschinenlernen soll Belästigung verhindern

Snapchat und Musically waren gestern. Die Video-Chat-App Monkey ist eine Art Mischung aus Tinder und Chatroulette und avanciert derzeit zum neuen Liebling junger Smartphones-Nutzer. Die Entwickler versprechen, dass für Jugendliche unangebrachte Inhalte ausgeblendet werden.

Bei 13- bis 24-Jährigen beliebt

Das Prinzip von Monkey: Nutzer können werden mit anderen Personen zusammengebracht, mit denen sie sich zu bestimmten Themen unterhalten können. Der Chat dauert zunächst 15 Sekunden – wollen sich beide Nutzer weiter unterhalten, gibt es Zeit dazu. Hat einer keine Lust mehr, ist der Chat vorbei. Laut dem Analyseunternehmen App Annie wurde das Programm seit dem Start im November drei Millionen Mal heruntergeladen und hat 300.000 aktive Nutzer im Monat. Besonders populär soll die App bei den 13- bis 24-Jährigen sein.

"Monkey hilft Teenagern neue Freundschaften zu finden und zu entwickeln", schreiben die Entwickler auf ihrer Website und betonen dabei ihre Null-Toleranz-Richtlinien bei Cybermobbing und Bedrohungen. Monkey soll kein zweites Chatroulette werden. Jugendschützer warnten vor diesem Dienst, da er auch von Exhibitionisten verwendet wird. Bei Monkey sollen solche und andere unangemessene Inhalte mittels Maschinenlernen verhindert werden. Zudem gibt es ein Moderatorenteam, das rund um die Uhr arbeite, um Meldungen und Beschwerden von Nutzern zu bearbeiten. Wer gegen die Regeln verstößt, wird von der App blockiert.

Überwachung soll besser werden

Komplett scheint das aber noch nicht zu gelingen. "CNBC"-Autorin Michelle Castillo probierte die App aus – bei 25 Chats kam es zwei Mal zu unerwünschten Begegnungen. Eine Person zeigte ihre Genitalien, eine andere beging sexuell eindeutige Handlungen. Von Haus aus kann die App solche Bilder derzeit noch nicht unterbinden. Erst wenn ein Nutzer von anderen gemeldet wird, wird seine Aktivität von dem System und dem Moderatorenteam überwacht, erklärt Mitgründer Isaiah Turner gegenüber "CNBC". Mit iOS 11 soll sich das ändern – dann soll das System solche Inhalte schon erkennen, bevor ein Nutzer gemeldet wurde.

Monkey ist kostenlos und derzeit nur für iOS erhältlich. (red, 4.8.2017)

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    foto: monkey
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