Warum ein 1.200 Dollar teures iPhone 8 eine gute Idee ist

    4. August 2017, 10:09
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    Auch Samsungs Galaxy Note 8 soll deutlich teurer werden, weitere Hersteller dürften nachziehen

    Das kommenden iPhone 8 wird teuer. Hohe Preise sind bei Apple an sich nichts Überraschendes, das nächste Smartphone-Flaggschiff soll aber deutlich mehr kosten als seine Vorgänger. Alle bisher durchgedrungenen Informationen deuten darauf hin, dass Apple wohl um die 1.200 Dollar verlangen wird. Und dabei soll es sich nur um den Einstiegspreis handeln. Trübe Aussichten für potenzielle Käufer, die so eine Summe nicht aus der Portokasse zahlen können? Nicht unbedingt.

    Beinahe Preisverdoppelung

    Das aktuelle Flaggschiff, das iPhone 7, fängt derzeit bei einem Preis von 650 Dollar beziehungsweise 760 Euro an. Das größere Plus-Modell startet bei 770 Dollar (900 Euro). Stimmen die Gerüchte, wird das iPhone 8 fast doppelt so teuer. Und es dürfte nicht das einzige Gerät bleiben, das dieses Jahr in solche Preissphären aufsteigt. Auch Samsungs Galaxy Note 8, das am 23. August präsentiert werden soll, wird voraussichtlich um die 1.000 Euro kosten.

    Für viele Interessenten sind solche Preise für ein Smartphone unerschwinglich. Warum also sollte die Entwicklung gut sein? "Der irre Preis gibt Apple Zugang zu Technologie, die zu exklusiv und teuer ist, um sie in 100 Millionen 650-Dollar-Smartphones zu stecken", so "Wired"-Autor David Pierce. Apple könne damit wieder innovativ sein und die Vorreiterrolle einnehmen. Und ehe man sich's versieht, landet die Technologie, die es vorher nur in teuren Geräten gab, auch in günstigeren Smartphones.

    foto: screenshot
    So soll der Prototyp des nächsten Apple-Handys aussehen.

    Der hohe Preis ist diversen Neuerungen beim iPhone 8 geschuldet. Der nahezu rahmenlose Bildschirm ist teurer in der Produktion. Schätzungen zufolge dürfte er 60 Prozent mehr kosten als beim iPhone 7. Technologie für Gesichtserkennung, eine neuartige Kamera und kabelloses Aufladen treiben die Kosten weiter hinauf. In ein bis zwei Jahren werden die Preise für die Produktion jedoch sinken und die Features auch in leistbaren Geräten verbaut werden.

    Andere Hersteller werden folgen

    Wer auf ein neues iPhone im Herbst hofft und weniger Geld ausgeben möchte, für den dürfte Apple zumindest ein Upgrade der 7er-Linie vorbereiten. iPhone 7s und 7s Plus sollen schneller auf dem Markt verfügbar sein. Zum iPhone 8 gab es in letzter Zeit vermehrt Berichte, dass es sich verzögern könnte. Denkbar ist, dass Apple zu seinem traditionellen Herbst-Event im September das neue Top-Gerät zwar schon zeigt, es aber später als üblich in den Handel bringt.

    Über eines muss man sich jedenfalls im Klaren sein: Wenn Apple und Samsung nun mit extrem teuren Luxus-Smartphones in den Markt gehen, werden andere Hersteller folgen. Beim Hersteller Turing Robotics sagt man das auch schon ganz offen. "Wenn (Apple) sagt, dass Mobiltelefone 1.200 Dollar kosten, dann sind es eben 1.200 Dollar. Für uns sind das gute Nachrichten, weil wir auf derselben Welle reiten können", sagt CEO Syl Chao zu "Wired". (red, 4.8.2017)

    Update: Im Artikel wurde ein Zitat versehentlich dem One Plus-Gründer zugeschrieben. Der Fehler wurde behoben.

    Link

    Wired

    Nachlese

    iPhone 8: Was bisher über Apples radikalen Smartphone-Umbau bekannt ist

    • Apples Top-Smartphone soll teurer werden – für den Markt könnte das eine durchaus gute Nachricht sein.
      foto: reuters/yuya shino

      Apples Top-Smartphone soll teurer werden – für den Markt könnte das eine durchaus gute Nachricht sein.

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