Venezuelas Währung bricht wegen Staatskrise ein

4. August 2017, 09:52
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Bolivar verlor 18 Prozent gegenüber dem US-Dollar

Frankfurt – Wegen des anhaltenden Machtkampfs zwischen Präsident Nicolas Maduro und der Opposition flüchten immer mehr Venezolaner in den Dollar. Auf dem Schwarzmarkt stieg der Kurs der US-Währung um 18 Prozent auf 17.981 venezolanische Bolivar. Offiziell müssen für den Dollar nur knapp zehn Bolivar gezahlt werden.

Am Freitag sollte die umstrittene Verfassungsversammlung erstmals zusammentreten. Die Generalstaatsanwaltschaft wollte dies wegen angeblicher Wahlmanipulationen aber in letzter Minute verhindern. Maduro will mit der Einrichtung der Verfassungsversammlung seine Macht in dem ölreichen Staat zementieren. Begleitet wurde die Wahl von gewaltsamen Protesten, bei der mehrere Menschen getötet wurden. (Reuters, 4.8.2017)

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