Ein Hitzeschutzplan für Österreich

4. August 2017, 08:07
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Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik soll in Zukunft automatisch Hitzewarnungen an Bundesländer und Gesundheitsministerium melden

In Österreich steigt die Zahl der heißen Tage und Nächte sowie die Zahl der Hitzewellen seit Jahren kontinuierlich an. Das Gesundheitsministerium hat daher gemeinsam mit den Ländern einen Hitzeschutzplan erstellt, um die Bevölkerung und bestimmte Einrichtungen rechtzeitig über Hitzewellen zu informieren und rasch Beratung zur Verfügung zu stellen.

Von einer Hitzewelle wird gesprochen, wenn die Temperaturen an zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 30 Grad steigen. Dadurch können Hitzebelastungen entstehen, die sich auf die Gesundheit auswirken und zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate führen, etwa durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren oder der Atemwege.

"Hitzewarnsysteme und klare und praktikable Handlungsanweisungen können insbesondere Risikogruppen wie ältere und kranke Menschen auf eventuelle gesundheitliche Belastungen durch Hitze vorbereiten und sie vor Gefahren schützen", so Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ). Der gesamtstaatliche Hitzeschutzplan des Gesundheitsministeriums sieht vor, dass die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bei bevorstehender Hitzebelastung automatisch Hitzewarnung an die betroffenen Bundesländer und das Gesundheitsministerium meldet.

Richtiges Verhalten bei Hitze

Bei eingegangener Warnung stellt das Gesundheitsministerium der Bevölkerung auf seiner Homepage allgemeine Informationen über das richtige Verhalten bei Hitzebelastung zur Verfügung. Die Länder versorgen bestimmte Einrichtungen wie Altersheime, Krankenhäuser und Kindergärten sowie Einsatzorganisationen mit spezifischen Informationen. Auch an die Apotheken ergeht eine Meldung, damit Kunden über allfällige Probleme informiert werden können, die etwa bei der Einnahme von bestimmten Arzneimitteln bei Hitzebelastung möglicherweise auftreten.

Im Bedarfsfall – zum Beispiel bei einer länger andauernden oder besonders starken Hitzebelastung – aktiviert das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ein Hitzetelefon zur Beratung der Bevölkerung. Auch in der aktuellen Hitzewelle kann man sich unter der Telefonnummer 050 555 555 österreichweit und kostenlos praktische Tipps und Ratschläge holen. (APA, 4.8.2017)

  • Hitze schadet nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch der Gesundheit. Tipps gibt es unter der kostenlosen Telefonnummer 050 555 555.
    foto: apa/harald schneider

    Hitze schadet nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch der Gesundheit. Tipps gibt es unter der kostenlosen Telefonnummer 050 555 555.

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