Deutsche Telekom profitiert von US-Geschäft

3. August 2017, 08:04
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Gewinnsprung im zweiten Quartal – T-Mobile US treibt das Geschäft

Die Deutsche Telekom hebt nach einem Gewinnsprung ihre Prognose für das Gesamtjahr leicht an. Dank florierender Geschäfte ihrer amerikanischen Tochter T-Mobile US legte das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) im zweiten Quartal um 8,9 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro zu, wie die Deutsche Telekom am Donnerstag mitteilte. T-Mobile US steuerte dabei 2,9 Mrd. Euro zu – um 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

Aber auch im deutschen Heimatmarkt liefen die Geschäfte besser. Für 2017 erwartet der Vorstand nun einen Anstieg des bereinigten Betriebsergebnisses auf rund 22,3 Mrd. Euro. Zuvor waren rund 22,2 Mrd. Euro geplant.

Auch unter dem Strich verdienten die Deutsche Telekom deutlich mehr: Der Konzernüberschuss kletterte um 40,7 Prozent auf 874 Mio. Euro. Dabei half der Ausstieg aus der Kleinanzeigenbörse Scout24, der für einen Sondererlös sorgte. Andererseits musste der Konzern erneut eine Abschreibung auf seine Beteiligung am britischen Telefon-Riesen BT vornehmen – der Wert minderte sich um rund 400 Mio. Euro. BT leidet unter dem Brexit-Votum, Gewinnwarnungen und einem Bilanzskandal.

Details

Der Umsatz der Deutschen Telekom stieg im Halbjahr um 6 Prozent auf 18,9 Mrd. Euro. Das war etwas besser als vom Markt erwartet: Analysten hatten bei 18,7 Mrd. Euro Umsatz mit 5,756 Mrd. Betriebsgewinn gerechnet.

T-Mobile US hatte bereits im Juli Gewinnzuwächse für das Quartal verkündet und geht damit gestärkt einer möglichen Konsolidierung des Heimatmarktes entgegen. Die Telekom-Tochter hatte den US-Markt mit Milliarden-Investitionen und Tarifsenkungen aufgemischt. Sie ist damit auch ein Wachstumsmotor für den Mutterkonzern. Die Deutsche Telekom hält zwei Drittel der Aktien.

USA

Die US-Tochter steht als Nummer drei am US-Markt immer wieder im Mittelpunkt von Spekulationen über Zusammenschlüsse. Als möglicher Partner wurde der Konkurrent Sprint ins Spiel gebracht. Bei diesem steht aber auch eine mögliche Fusion mit dem Kabelnetzbetreiber Charter Communications im Raum. Sprint-Chef Marcelo Claure hatte Übernahmefantasien erst am Dienstag befeuert, als er sagte, es könne bald eine Erklärung zu Fusionsgesprächen geben.

Doch auch im deutschen Heimatmarkt konnte die Deutsche Telekom leichte Zuwächse verbuchen. Der Umsatz legte auf 5,4 Mrd. Euro zu, das Betriebsergebnis landete bei 2,1 Mrd. Euro – rund 1,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Auch die Kundenzahlen seien gestiegen. (Reuters, 3.8.2017)

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