Salzburg scheitert zum zehnten Mal in der CL-Quali

    2. August 2017, 22:46
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    0:0 in Rijeka, regulärer Treffer der Bullen wurde nicht anerkannt

    Rijeka – Red Bull Salzburg ist es auch im zehnten Versuch nicht gelungen, die Champions League zu erreichen. Mit Pech und auch wegen einer Schiedsrichter-Fehlentscheidung erreichte Österreichs Meister am Mittwoch im Rückspiel der dritten Qualirunde bei HNK Rijeka nur ein 0:0, nachdem das Hinspiel 1:1 geendet hatte. Salzburg wechselt damit ins Playoff der Europa-League-Qualifikation.

    Eine Runde früher als im Vorjahr, als man es noch in die Play-off-Phase schaffte, müssen die Bullen somit nun die Segel streichen. Ähnlich wie im Hinspiel vor einer Woche legte die Mannschaft von Trainer Marco Rose auch im Stadion Rujevica einen schwachen Start hin, wobei Rijeka damit aber nichts anzufangen vermochte. Salzburg kam mit Fortdauer der Partie besser ins Spiel, spielte sich sogar ein leichtes Chancenplus heraus und hatte Pech: Zweimal landete der Ball aus kurzer Distanz im Tor, beide Male entschied der türkische Referee Hüseyin Göcek auf Abseits – beim zweiten Mal in der 54. Minute lag er falsch.

    Gastgeber zunächst spielbestimmend

    Die ersten 30 Minuten wurden klar von den Gastgebern bestimmt. Während sich die Salzburger fehleranfällig präsentierten, zu viele Unsicherheiten und zu wenig Bewegung zeigten, entfaltete Rijeka nach vorne viel Druck. Das Manko aus Sicht der heimstarken Kroaten waren die vergleichsweise wenigen Chancen, die sich ihnen vor 8.100 Zuschauern boten. Nach vier Minuten parierte Kapitän Alexander Walke einen Schuss von Zoran Kvrzic ins kurze Eck, nachher kam nichts Zwingendes.

    Bei Salzburg, das ohne den wohl zu Hertha BSC wechselnden Valentino Lazaro angereist war, sorgten Schüsse von Reinhold Yabo, Takumi Minamino und Valon Berisha ansatzweise für Gefahr. In der 34. Minute flog ein Abstauber von Munas Dabbur zwar ins Netz, allerdings war der Israeli im Abseits gestanden, was der Schiedsrichterassistent richtig erkannte.

    An die 400 Salzburg-Fans hatten die Reise an die Kvarner Bucht auf sich genommen, sie sahen eine Mannschaft, die zum Anpfiff der zweiten Hälfte gut aus den Startlöchern kam. Erst prüfte Hwang Hee-chan Goalie Simon Sluga, dann streifte ein Minamino-Roller knapp am langen Eck vorbei. Nach einer schönen Kombination traf Yabo dann ins Tor, wobei der Referee diesmal falsch lag. Rijeka-Verteidiger Stefan Ristovski lag im Moment der entscheidenden Ballabgabe nämlich auf der Torauslinie und verhinderte somit ein Abseits von Yabo.

    Gorgon vergab Großchance

    Die Strafraumszenen nahmen jetzt zu. Rijekas Mittelfeldspieler Filip Bradaric (57.) traf aus der Distanz das Außennetz, auf der anderen Seite setzte Paulo Miranda (60.) einen Kopfball wuchtig neben das Tor. Auch ein Weitschuss des eingewechselten Amadou Haidara (78.) strich nur knapp vorbei. Auf der Gegenseite vergab Ex-Austrianer Alexander Gorgon (83.) aus 14 Metern allerdings fast den Matchball.

    Hinten standen die Kroaten auch im Finish sicher, somit blieb es bei der Nullnummer. Den Gegner im Europa-League-Play-off erfahren die Salzburger am Freitag in Nyon, wo ab 13.00 Uhr die Auslosung stattfindet. (APA, 2.8.2017)

    Champions-League-Qualifikation, 3. Runde, Rückspiel, Mittwoch

    HNK Rijeka – Red Bull Salzburg 0:0
    Stadion Rujevica, 8.100 Zuschauer (ausverkauft), SR Göcek (TUR)

    Rijeka: Sluga – Ristovski, Zuparic, Elez, Vesovic – Males, Bradaric – Kvrzic (87. Heber), Misic, Gorgon – Gavranovic (74. Jelic)

    Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Yabo (68. Haidara), Samassekou, Minamino (81. Wolf), Berisha – Hwang, Dabbur (74. Gulbrandsen)

    Gelbe Karten: Misic, Bradaric, Males bzw. Samassekou, Yabo, Caleta-Car, Miranda

    Hinspiel 1:1, Rijeka mit Gesamtscore von 1:1 dank Auswärtstorregel im Playoff. Salzburg wechselt ins EL-Playoff (Spieltermine 17. und 24. August, Auslosung am Freitag, 13 Uhr).

    Weitere Ergebnisse:

    BATE Borissow – Slavia Prag 2:1 (1:1)
    Hinspiel 0:1, Prag dank Auswärtstorregel bei Gesamtscore von 2:2 weiter

    ZSKA Moskau – AEK Athen 1:0 (0:0)
    Hinspiel 2:0, Moskau mit 3:0 weiter

    APOEL Nikosia – Viitorul Constanta 4:0 n. V. (1:0, 0:0)
    Hinspiel 0:1, Nikosia mit 4:1 weiter

    Istanbul Basaksehir – FC Brügge 2:0 (2:0)
    Hinspiel 3:3, Istanbul mit 5:3 weiter

    Young Boys Bern (Trainer Hütter; Schick auf der Bank) – Dynamo Kiew 2:0 (1:0)
    Hinspiel 1:3, Bern dank Auswärtstorregel bei Gesamtscore von 3:3 weiter

    FC Kopenhagen – Vardar Skopje 4:1 (2:0)
    Hinspiel 0:1, Kopenhagen mit 4:2 weiter

    Viktoria Pilsen (Ivanschitz auf der Bank) – Steaua Bukarest 1:4
    Hinspiel 2:2, Bukarest mit 6:3 weiter

    Ajax Amsterdam – OGC Nizza 2:2 (1:1)
    Hinspiel 1:1, Nizza dank Auswärtstorregel bei Gesamtscore von 3:3 weiter

    Olympiakos Piräus – Partizan Belgrad 2:2 (1:1)
    Hinspiel 3:1, Piräus mit 5:3 weiter

    Rosenborg Trondheim – Celtic Glasgow 0:1 (0:0)
    Hinspiel 0:0, Celtic mit 1:0 weiter

    Legia Warschau – FK Astana 1:0 (0:0)
    Hinspiel 1:3, Astana mit 3:2 weiter

    Ludogorez Rasgrad – Hapoel Beer Sheva 3:1 (2:0)
    Hinspiel 0:2, Hapoel dank Auswärtstorregel bei Gesamtscore von 3:3 weiter

    FH Hafnarfjördur – NK Maribor 0:1 (0:0)
    Hinspiel 0:1, Maribor mit 2:0 weiter

    Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Enttäuschung, ganz klar. Wir hatten ein Ziel hier heute, wir wollten weiterkommen. Wir hätten auch noch ein Tor machen können, machen müssen, dann hätten wir nicht diskutieren müssen. Und das will ich auch nicht. Ich will nicht diskutieren über den Schiedsrichter. Was soll man machen, das passiert im Fußball. Wir hatten schon das eine andere oder Thema in der ersten Halbzeit. Wir haben zu viele Konter auch zugelassen, haben nicht mutig genug vertikal gespielt. Immer, wenn wir es getan haben, sind wir gefährlich geworden. Dann hatten wir mehr Zugriff. Aber wir haben kein Tor geschossen, deshalb sind wir ausgeschieden. Wir haben jetzt erst einmal eine Enttäuschung zu verarbeiten, dann geht es weiter."

    • Salzburg haderte mit einem Fehlpfiff des Schiedsrichters.
      foto: apa/groder

      Salzburg haderte mit einem Fehlpfiff des Schiedsrichters.

    • Rijeka jubelt über den Einzug ins Playoff.
      foto: apa/groder

      Rijeka jubelt über den Einzug ins Playoff.

    • Wenig einladend: der Auswärtssektor.
      foto: apa/groder

      Wenig einladend: der Auswärtssektor.

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