EM-Kolumne: Gabaliers Madln

    Kolumne2. August 2017, 16:52
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    Vor mehr als fünf Jahren wurde die Textzeile "Heimat bist du großer Söhne" in "Heimat großer Töchter und Söhne" geändert. Freilich, einigen war und ist die Änderung ziemlich wurscht. Wird bei Länderspielen des Männer-Fußballnationalteams die Hymne gespielt, setzt bei dieser Textzeile regelmäßig Gelächter ein. Und das Gros der mitsingenden Zuschauer – oder zumindest die Lautesten unter ihnen – singen nach wie vor die alte Textzeile. Einer, bei dem die neue Hymne zumindest bis vor drei Jahren auch nicht angekommen war, ist Andreas Gabalier. Beim Formel-1-Grand-Prix von Österreich sang er offiziell falsch. Trotz heftiger Kritik gab sich der "Volks-Rock-'n'-Roller" danach nicht reuig.

    Die derzeit bei der Fußball-EM äußerst erfolgreichen Töchter des Landes haben indes jede Menge neue Fans gewonnen. Einer von ihnen: Andreas Gabalier. In einem auf seiner Facebook-Seite geposteten Selfie-Video etwa teilte er mit: "Heimat seid's ihr großer Töchter. Des muss man jetzt wirklich einmal sagen. Herzlichen Glückwunsch meine Madln mit die noch knackigeren Wadln zum Viertelfinaleinzug. Die Nation ist stolz auf euch – und euer Volks-Rock-'n'-Roller auch. Weiter so!" Am Mittwoch war keines der Postings mehr auf Gabaliers Facebook-Seite zu finden. Lediglich auf Twitter fand sich noch ein unverfänglicher Glückwunsch-Tweet. Warum die Postings gelöscht wurden, war zunächst unklar. Ebenso unklar: ob Gabalier künftig die Hymne korrekt singen würde.

    Vor dem Vorrundenspiel gegen die Schweiz wandelten einige österreichische Fans die beschriebene Hymnenzeile übrigens auch ab – in: "Heimat bist du großer Töchter." (Birgit Riezinger, 2.8.2017)

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      foto: apa/hans punz
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