Olympiarechte: ARD und ZDF sollen sich mit Discovery einig sein

    2. August 2017, 11:26
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    Sublizenzierung für die Spiele von 2018 bis einschließlich 2024 soll fixiert worden sein

    ARD und ZDF können offenbar doch weiter Livebilder von Olympischen Spielen zeigen. Britischen Medienangaben zufolge einigten sich die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland angeblich im zweiten Anlauf mit dem Rechteinhaber Discovery (Eurosport) auf eine sogenannte Sublizenzierung für die Spiele von 2018 bis einschließlich 2024 (jeweils zweimal Winter und Sommer). Der ORF hat sich die Rechte bereits vor gut einem Jahr gesichert.

    Die Deutschland-Niederlassung von Discovery und die ARD bestätigten die Medienberichte am Mittwochvormittag auf SID-Anfrage nicht. Discovery ließ verlauten, dass kein neuer Stand zu vermelden sei. In der gleichen Tonlage kommentierte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky die Meldung von der Insel. Seitens des ZDF lag zunächst keine Reaktion vor.

    Die mutmaßliche Vereinbarung hatte sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet. Über ein halbes Jahr nach dem Scheitern erster Verhandlungen waren ARD/ZDF und Discovery zuletzt wieder aufeinander zugegangen.

    Auf sämtlichen Discovery-Plattformen

    Discovery hatte nach den im Herbst 2016 noch ergebnislos gebliebenen Gesprächen mit ARD und ZDF Olympia-Berichterstattungen im Alleingang angekündigt. Dabei sollten die Wettkämpfe auf sämtlichen Plattformen wie Eurosport1, Eurosport2, DMAX und TLC gesendet werden.

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die europäischen Olympiarechte für die Spiele von 2018 bis 2024 für 1,3 Milliarden Euro an Discovery verkauft und damit im deutschen Markt erstmals ARD und ZDF unberücksichtigt gelassen. Seitdem hatten sich die beiden Sender um eine Einigung mir Discovery bemüht.

    In den ersten Verhandlungen mit den beiden deutschen Olympia-Stammsendern soll Discovery alleine für Sublizenzen für die bevorstehenden Winterspiele 2018 in Pyeongchang und die folgenden Sommerspiele 2020 in Tokio jeweils 150 Millionen Euro gefordert haben. Die kolportierten Summen lagen allerdings jenseits der Schmerzgrenzen von ARD und ZDF.

    Der ORF hat sich die Rechte für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang und die Sommerspiele 2020 in Tokio bereits im Sommer 2016 gesichert. (sid, red, 2.8.2017)

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