Gigantische Todeszone im Golf von Mexiko

Ansichtssache6. August 2017, 21:32
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foto: nasa earth observatory

Rekord-Todeszone im Golf von Mexiko

US-Wissenschafter haben festgestellt, dass die Todeszone im Golf von Mexiko in diesem Jahr eine Rekordgröße erreicht hat: Mit einer Fläche von 23.000 Quadratkilometern besitzt die praktisch sauerstofflose Region etwa die Ausdehnung des Bundesstaates New Jersey, ihre Ausläufer reichen von Texas bis Florida. Die lebensfeindliche Zone ist eine indirekte Folge der hohen Nährstoffeinträge ins Meer durch den Mississippi. Düngemittel und Abwässer aus Städten, Landwirtschaft und Viehzucht sorgen im Ozean für eine gewaltige Algenblüte, die wiederum die explosionsartige Vermehrung von Bakterien in tieferen Wasserschichten auslöst.

Dabei wird praktisch der gesamte Sauerstoffgehalt in dem betroffenen Bereich aufgebraucht: Er wird zur Todeszone, in der nur wenige Wesen überleben können. Noch nie zuvor seit Beginn der Messungen vor über 30 Jahren haben die Wissenschafter von der US-Wetter- und Meeresbehörde NOAA eine Todeszone im Golf von Mexiko mit solchen Ausmaßen festgestellt. Die Umweltorganisation "Mighty" hält einige wenige Agrarkonzerne für hauptverantwortlich für den Nährstoffeintrag in den Mississippi. Die Unternehmen bewirtschaften im Mittleren Westen gewaltige Flächen und produzieren Fleisch für Millionen Menschen.

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