Apple überrascht mit boomenden iPhone- und iPad-Verkäufen

2. August 2017, 06:51
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Weltweit bisher 1,2 Milliarden iPhones verkauft – Tablet-Verkäufe wachsen zum ersten Mal wieder

Ein überraschend starker Anstieg der iPhone- und iPad-Verkäufe sowie des Gewinns hat Apple-Aktien am Dienstag auf ein neues Rekordhoch steigen lassen. Der Gewinn kletterte im dritten Geschäftsquartal bis zum 1. Juli um rund zwölf Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar, wie der US-Technologieriese am Dienstag mitteilte.

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Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 45,4 Milliarden Dollar (38,4 Milliarden Euro) zu und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 44,9 Milliarden Dollar. Die Zahlen lösten Begeisterung bei den Investoren aus: Die Apple-Aktie stieg nachbörslich rund sechs Prozent auf einen Rekordwert von 159,10 Dollar.

Der iPhone-Absatz erhöhte sich um 1,6 Prozent auf rund 41 Millionen. Analysten hatten mit nur 40,7 Millionen gerechnet. Nach Apple-Angaben wurden damit bisher insgesamt 1,2 Milliarden iPhones verkauft. Apple ist seit der Markteinführung stark vom iPhone abhängig. Es stand zuletzt für etwa rund zwei Drittel der gesamten Erlöse. Beim iPad stieg der Absatz ebenfalls überraschend von 9,95 Millionen im vergangenen Jahr auf 11,4 Millionen.

Ausblick

Analysten äußerten die Erwartung, dass das Unternehmen noch in diesem Quartal neue Modelle präsentieren wird. Üblicherweise umfasst das – derzeit laufende – vierte Quartal auch das erste Wochenende des Verkaufs des jeweils neuesten Modells. "Das heißt nicht, dass notwendigerweise alle neuen Modelle dann in den Verkauf gehen", sagte Analyst Jan Dawson von Jackdaw Research. "Zumindest aber wird wohl der Nachfolger des jetzigen iPhone verfügbar sein."

Besonders stark gewachsen ist der Umsatz nach Angaben des Unternehmens in den aufstrebenden Volkswirtschaften exklusive China mit einer Zuwachsrate von 18 Prozent. Dagegen nahmen die Verkäufe in der Großregion China um 9,5 Prozent auf acht Milliarden Dollar ab. Vor allem in Hongkong gingen die Verkäufe zurück. Grund dafür dürfte sein, dass Kunden dort auf die oft billigeren lokalen Smartphones zurückgreifen. Allerdings war der Rückgang geringer als in den vergangenen Quartalen.

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Das Service-Geschäft mit den Diensten App Store, Apple Pay und iCloud florierte ebenfalls im dritten Quartal und legte um 21,6 Prozent zu. Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsquartal gab Applemit 49 bis 52 Milliarden Dollar an, womit sie über den durchschnittlichen Schätzungen der Experten von 49,2 Milliarden Dollar ausfiel.

Der anhaltende Boom bei Speicherchips bescherte auch dem Erzrivalen Samsung im zweiten Quartal einen Rekordgewinn, wie das Unternehmen vor einigen Tagen berichtete. Trotz einer Delle im Smartphone-Geschäft stieg das Betriebsergebnis des südkoreanischen Konzerns in den Monaten April bis Juni gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent auf umgerechnet 10,8 Milliarden Euro (14,1 Billionen Won). (Reuters, 2.8.2017)

  • Apple-Chef Tim Cook darf zufrieden sein.
    foto: thomas peter / reuterst

    Apple-Chef Tim Cook darf zufrieden sein.

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