Autoindustrie kommt wohl um teure Dieselmotor-Umrüstung herum

1. August 2017, 13:57
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Denkbar ist, dass die deutschen Hersteller sich zu einem Software-Update verpflichten

Berlin – Die deutsche Autoindustrie wird beim Dieselgipfel nach Angaben von Regierungs- und Industriekreisen zunächst eine aufwendige Motornachrüstung vermeiden können. "Die deutschen Hersteller werden sich verpflichten, per Software-Update den Stickoxid-Ausstoß von etwa zwei Millionen weiteren Autos auf deutschen Straßen zu senken", sagte ein Regierungsvertreter vor dem Treffen am Mittwoch. Nicht berücksichtigt sind dabei mehrere Millionen Fahrzeuge etwa von VW, deren Nachrüstung ohnehin angekündigt ist. Die Kosten könnten sich dafür auf um die 300 Millionen Euro belaufen, eine Nachrüstung am Motor würde mehrere Milliarden Euro bedeuten.

Ob diese Updates reichen, um Fahrverbote zu verhindern, ist offen. Die Autoimporteure, die für ein Drittel der Fahrzeuge stehen, wollten sich zunächst nicht zu Nachbesserungen verpflichten, hieß es in Industriekreisen.

Die deutsche Autobranche soll sich allerdings mit 250 Millionen Euro an einem Fonds beteiligen, der den vor allem von der Stickoxid-Belastung betroffenen Kommunen helfen soll. 250 Millionen Euro will auch der Bund aufbringen. Davon abgesehen soll ein Förderprogramm für den Kauf von Elektro-Behördenfahrzeugen aufgestockt werden. Damit soll zum Beispiel die Flotte von tausend E-Bussen innerhalb eines Jahres auf etwa 5.000 ausgebaut werden können. (Reuters, 1.8.2017)

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